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Einzigartige Raumfahrttage in Neubrandenburg
31. August 2006. Vom 8. bis zum 10. September lädt Neubrandenburg zu den "22. Tagen der Raumfahrt" ein. Russische Kosmonauten, Raumfahrtexperten der ESA, der europäischen Forschung, Publizistik, Politik und Wirtschaft stellen neueste Projekte, Entwicklungsrichtungen und Ergebnisse der Raumfahrt vor.


Wolken hoch über dem Mars (Quelle: ESA)

Alljährlich zum Herbst finden in Neubrandenburg die internationalen "Raumfahrttage" statt. Dann entpuppt sich die drittgrößte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern als wahres Mekka für alle Raumfahrtenthusiasten.

Die in den 80er-Jahren ins Leben gerufene Veranstaltung wird unter Insidern als Top-Event gehandelt. Das Geheimnis des Erfolgs: Die "Raumfahrttage" stellen keine Tagung im klassischen Sinne dar. Vielmehr bilden sie den Rahmen, der neben hochinteressanten Fachvorträgen den persönlichen Kontakt zwischen Experten, Laien und Raumfahrtinteressenten bietet. Zudem erleben die Gäste eine am See gelegene malerische "Vier-Tore-Stadt", die mit vielen sehenswerten Zeugnissen norddeutscher Backsteingotik ausgestattet ist.

Die "22. Tage der Raumfahrt" werden von der "Initiative 2000 Plus e.V." und dem Fachmagazin "Raumfahrt Concret" ausgerichtet. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Europäischen Weltraumorganisation ESA, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR sowie zahlreichen nationalen und regionalen Unternehmen.

Von der Satellitennavigation zum Kosmonautenabend
Die Neubrandenburger Raumfahrttage bieten ein bunt gemixtes Programm, das weit über die eigentliche Hauptveranstaltung am 9./10. September hinausgeht.

Bereits am 4. September beginnen die "Aktionstage Weltall-Erde-Mensch". Täglich finden unterschiedliche Veranstaltungen im Marktplatzcenter vor dem "Haus der Kultur und Bildung" statt. Der Einsatz der Satellitennavigation zur Steuerung von Landwirtschaftstechnik wird anhand eines Hindernis-Parcours fahrenden Traktors demonstriert. Die Polizeiinspektion Neubrandenburg zeigt das Aufspüren und Verfolgen gestohlener Autos mit GPS-Technik. Wie auf der Internationalen Raumstation experimentiert wird, stellen Vertreter des in Berlin-Wuhlheide beheimateten ORBITALL-Raumlabors vor. Zudem können im Marktplatzcenter eine Raumfahrtausstellung besichtigt und Informationsstände aufgesucht werden.

Am 8. September haben nicht nur Autogrammjäger die Möglichkeit, die begehrten Unterschriften der russischen Kosmonauten Alexander Alexandrow (2 Raumflüge), Wiktor Gorbatko (3 Raumflüge) und Waleri Tokarew (2 Raumflüge) zu bekommen. Interessierte können sich auch mit den Kosmonauten zusammen fotografieren lassen. Der Tag klingt mit einem Kosmonautenabend am Tollensesee aus.

Raumfahrt in Deutschland und Europa
Das eigentliche Tagungsprogramm findet am 9./10. September im "Haus der Kultur und Bildung" statt. Während im Theatersaal die Vorträge und Podiumsdiskussionen laufen, stellen sich im Foyer Bildungseinrichtungen sowie Unternehmen aus den Bereichen Geoinformatik sowie Luft- und Raumfahrt vor. Dort ist auch die Projektgruppe "Liftoff" vertreten, die an Wissenschaft und Technik interessierte Mädchen und junge Frauen sucht, sie über Projektarbeiten an spezifische Tätigkeitsfelder in der Luft- und Raumfahrt heranführen und später auch beruflich vermitteln will.

Im Mittelpunkt des Tagungsprogramms stehen die Raumfahrtaktivitäten in Europa. Zunächst wird der Raumfahrtexperte Markus Landgraf (ESA-ESOC) die Raumfahrtprogramme Europas vorstellen. Dass Raumfahrt nicht nur Geld kostet, sondern auch solches bringt sowie die Lebensbedingungen verbessert, wird Frank Salzgeber (ESA-ESTEC) darlegen. Der Chef des Bereiches Technologietransfer der ESA geht in seinem Beitrag dabei näher auf die Möglichkeiten kommerzialisierter Forschung und Entwicklung auf der ISS ein. Im anschließenden dritten Komplexbeitrag ordnet Wolfgang Schneider vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die deutschen Raumfahrtaktivitäten in die europäischen Programme ein.

Deutschlands Ambitionen zum Mond stellt das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB System AG vor. Es schlägt ein um 2010 beginnendes nationales Mondprogramm Mona Lisa vor, das sich zum Kern eines europäischen Mondprogramms entwickeln könnte.

Mondlandung: Wahrheit oder Fälschung?
Spannend verspricht eine zweistündige Diskussion zu werden: Landeten die Apollo-Astronauten wirklich auf dem Mond oder nur in einem Studio in Hollywood? Der Frage wollen zwei Experten unter Einbeziehung des Publikums auf den Grund gehen.

Der bunte Raumfahrtmix ist damit noch lange nicht beendet. Auf der Tagesordnung stehen Referate zur aktuellen Marsforschung der USA, zu den Anfängen der Raumfahrtmedizin und zu den Möglichkeiten des Satellitennavigationssystems Galileo. Ein mehrstündiges Forum mit den Kosmonauten sowie weiteren Raumfahrtexperten rundet das Programm ab.

Weitere Infos unter http://www.raumfahrt-concret.de/
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Quelle: ESA zur Startseite...



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