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„Aufblasbares” Raumschiff gestartet
13. Juli 2006. Ein „aufblasbares“ Raumschiff, möglicherweise der Vorläufer für ein Hotel im Weltraum, ist am Mittwoch von Russland aus gestartet.


Modell einer aufblasbaren Raumstation Vergrößerung (Quelle: Bigelow).

Genesis I startete um 14:53 Uhr an Bord einer Rakete vom Typ Dnepr. „Genau im Zeitplan,“ sagte Eric Haakonstad von Bigelow Aerospace, dem Unternehmen das für den Bau des Schiffes verantwortlich sind. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Start.“

Die Missionskontrolleure wissen noch nicht, ob das Schiff seinen geplanten Orbit erreicht hat. Erst gegen Mitternacht, wenn Genesis I die Missions- und Kommunikationstation in Las Vegas überfliegt, werden sie mehr wissen.

Genesis I soll eine Umlaufbahn in 550 Kilometern Höhe und eine Inklination von 64 Grad (vom Äquator) erreichen. „Das Schiff arbeitet automatisch eine Reihe von Befehlen ab,“ sagte Haakonstad. Einer dieser Befehle soll dazu führen, dass Genesis I mit zuvor komprimierter Luft gefüllt wird. Wenige Stunden nach dem Start sollte das Schiff bereits seine volle Größe erreicht haben.

An Bord werden 13 Kameras automatisch Bilder und Videos sowohl von der Erde und dem Schiff als auch von Gegenständen an Bord aufnehmen, die von Mitarbeitern auf diese Reise geschickt wurden.

Genesis I soll zwei bis fünf Jahre in der Umlaufbahn bleiben und allmählich durch die Reibung der Atmosphäre an Höhe verlieren, bis das Schiff schließlich in der Atmosphäre verglüht.

Der Flug ist der erste einer Reihe von Tests mit denen geklärt werden soll, ob ein „aufblasbares“ Hotel im Weltraum verwirklicht werden kann. Genesis I hat einen maximalen Durchmesser von drei Metern. Die zukünftige bewohnbare Raumstation soll den dreifachen Durchmesser besitzen.

Das Unternehmen hofft noch in diesem Jahr den Nachfolger Genesis II starten zu können. Insgesamt sollen zwischen sechs und zehn aufblasbare Testschiffe gestartet werden, bevor die 2012die Raumstation einsatzbereit ist.

„Wir sind noch einige Jahre von dem Punkt entfernt, an dem Weltraumtourismus als Realität bezeichnet werden kann,“ sagt Haakonstad. Daneben ist noch ein Transportschiff notwendig, das die Touristen zur Station und wieder zurück bringt. „Wir hoffen, dass die Industrie die Vorlage aufnimmt und die Ärmel hoch krempelt.“
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Quelle: New Scientist zur Startseite...



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