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Rätselhafter doppelter Wirbel auf der Venus
28. Juni 2006. Ein ungewöhnlicher doppelter Wirbel über dem Südpol des Planeten Venus wurde durch die ESA Sonde Venus Express gefunden. Es ist nicht klar, was diesen „Sturm mit zwei Augen“ verursacht.


Doppelter Wirbel am Südpol der Venus.Vergrößerung (1100k) (Quelle: ESA)

Frühere Missionen zur Venus haben eine ähnliche Struktur über dem Nordpol des Planeten entdeckt und beobachteten stürmische Verhältnisse am Südpol. Ein doppelter Wirbel ist bisher jedoch nicht am Südpol beobachtet worden.

Die Struktur war auf dem ersten von der ESA veröffentlichten Bild im April nicht genau zu erkennen. Da war Venus Express gerade in eine Umlaufbahn um die Venus eingeschwenkt. Weitere Aufnahmen innerhalb einer Woche während des ersten Umlaufs zeigten dann die beiden Wirbel über dem Südpol. Die Wirbel werden von Stürmen verursacht, deren Stärke jenseits der irdischen Hurrikane liegen.

Die Winde auf der Venus legen hunderte von Kilometern in der Stunde zurück und umrunden den Planeten, der nur wenig kleiner ist als die Erde, innerhalb von nur vier Tagen. Diese „Superrotation, zusammen mit der natürlichen Zirkulation der heißen Luft in der Atmosphäre würde normalerweise über jedem Pol einen Wirbel erzeugen. Warum jeweils zwei Wirbel entstehen, ist bisher ein Rätsel.

„Wir wissen bisher nur sehr wenig über den Mechanismus der die Superrotation und die polaren Wirbel verbindet,“ sagte Projektwissenschaftler Håkan Svedhem. „Wir wissen auch nicht, warum es zu einer doppelten Wirbelbildung kommt,“ sagt er. „Atmosphärische sind komplexe Strukturen und schwierig zu modellieren, auch auf der Erde.“

Venus Express ist die erste europäische Mission zur Erforschung der Venus. Die Sonde schwenkte am 11. April in eine erste, lang gestreckte Umlaufbahn ein. Am 7. Mai erreichte sie ihre endgültige 24-stündige Umlaufbahn.

Venus Express wird die Atmosphäre des Planeten untersuchen, um die extreme globale Erwärmung zu verstehen. Die durchschnittliche Oberflächentemperatur beträgt 457 Grad Celsius, heiß genug um Blei zu schmelzen. Selbst auf dem Merkur, der sich noch näher an der Sonne befindet, ist es nicht so heiß. Die Atmosphäre besteht zu 96 Prozent aus Kohlendioxid, durchsetzt mit gelblichen Wolken aus Schwefel und Schwefelsäure.
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Quelle: New Scientist zur Startseite...



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