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Vertragspartner für Gaia ausgewählt
11. Mai 2006. Der Vertrag für die Entwicklung und den Bau der ESA Mission Gaia wurde im Rahmen einer feierlichen Zeremonie am 11. Mai in Toulouse an EADS Astrium vergeben. Das Ziel der Mission, die 2011 starten soll, ist die Erstellung der bisher detailliertesten Karte unserer Galaxie.


Künstlerische Darstellung von Gai mit entfaltetem Sonnenschutz am Lagrange Punkt L2 Vergrößerung (Quelle: ESA)

Der Vertrag im Wert von 317 Millionen Euro wurde gemeinsam von David Southwood, ESA Direktor für wissenschaftliche Programme, und dem CEO von EADS Astrium, Antoine Bouvier, unterschrieben.

Gaia ist unsere nächste große Herausforderung – die Erforschung der Milchstraße, unserer Heimatgalaxie,“ sagt David Southwood. „Ich fühle mich geehrt, das Team von EADS Astrium kennen zu lernen und wünsche Ihnen bei diesem Projekt viel Erfolg.“

Gaia wird der leistungsstärkste astronomische Satellit werden, der jemals gebaut wurde. Er wird mindestens fünf Jahre lang ununterbrochen von seinem Zielort Lagrange 2 (L2) die Milchstraße beobachten. L2 befindet sich ist 1,6 Millionen Kilometer von der Erde in entgegen gesetzter Richtung der Sonne. An diesem Ort herrschen ein stabiles Wärmeumfeld, günstige Bedingungen für Beobachtungen (Sonne, Erde und Mond befinden sich hinter den Sichtfeldern der Bordinstrumente) und nur schwache Strahlung.

Gaia soll die größte Durchmusterung unsere Galaxie vornehmen und eine sehr genaue dreidimensionale Karte liefern. Dazu werden die Positionen, Farben und Bewegungsrichtungen von über einer Milliarde Sternen erfasst. Daneben könnte Gaia bis zu 10 000 Exoplaneten und mehrere Tausend neue Objekte in unserem eigenen Sonnensystem entdecken.

Die Genauigkeit der Messungen ist extrem hoch. Wäre Gaia auf dem Mond stationiert, könnte der Fingernagel eines Menschen auf der Erde vermessen werden. Die Mission wird das global astronomy concept fortführen, dass von der Vorgängermission Hipparcos in den späten 1980er Jahren verwendet wurde, um 100 000 Sterne zu kartographieren.

Das Design basiert auf der Silikonkarbid-Technologie, die auch von Herschel, der nächsten Infrarotmission der ESA, verwendet werden wird. Die Brennebene hat mit einem halben Quadratmeter und einer Milliarde Pixel ebenfalls beeindruckende Dimensionen.

Gaia ist mit zwei weiteren wichtigen Komponenten ausgestattet. Die erste ist ein entfaltbarer Sonnenschutz von 100 Quadratmetern Größe, um die hochsensiblen Geräte vor Temperaturschwankungen zu bewahren. Die zweite ist ein Miniaturantriebssystem, mit dem die Position des Satelliten sanft gehalten werden kann, ohne die Beobachtungen zu stören.

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Quelle: New Scientist zur Startseite...



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