Startseite Service Partner Sponsoren Impressum Kontakt

Weltraumtourismus
Übersicht
Service
Newsletter bestellen
Artikel kommentieren
Artikel empfehlen



Astro Medien




ISS mit verminderter Manövrierfähigkeit
10. Mai 2006. In den letzten Wochen sind mehrere Versuche die Internationale Raumstation auf einen höheren Orbit zu bringen gescheitert. Damit bleiben den Verantwortlichen für die Flugbahn der ISS weniger Optionen für den Fall, dass ein Stück Weltraummüll auf Kollisionskurs geht.


Der US Astronaut Jeff Williams (links) und der russische Kosmonaut Pavel Vinogradov beobachten die Ankunft des Lastschiffs Progresst 21 an der Internationalen Raumstation Vergrößerung (Quelle: NASA)

Auch insgesamt hat sich durch das allmähliche Sinken der Station die Wahrscheinlichkeit einer Kollision erhöht, wenn auch nur geringfügig. „Die Station muss etwa einmal im Jahr bewegt werden, um einer Kollision zu entgehen,“ erklärt Sprecherin Kylie Clem vom Johnson Space Center. Sobald eine Trefferwahrscheinlichkeit von 1 zu 10 000 eintritt, dass die Station oder ihre nächste Umgebung (bis zu einer Entfernung von 37 Metern von der Station) getroffen wird, veranlasst die Stationsleitung eine Kursänderung.

Die Probleme begannen am 19. April 2006, als der Antrieb des russischen Svesda Moduls während eines Tests versagte. Laut Statusbericht der Station könnte die Ursache ein Sonnenschutz gewesen sein, der nicht komplett geöffnet war.

Es war der erste Antriebstest seit dem Jahr 2000, als das Modul an die ISS angedockt wurde. Die Antriebe der Service Module werden nicht oft getestet, da sie im Gegensatz zu den periodisch an der Station geparkten und für die Versorgung zuständigen Progress Schiffen nicht ausgetauscht werden können.

Am 4. Mai startete das angedockte Progress Schiff für 6,5 Minuten seine Motoren, um die Umlaufbahn der ISS um 2,7 Kilometer anzuheben. Diese Manöver sind in gewissen Abständen notwendig, da sich die Flughöhe stetig senkt.

Nach dem Feuern des Antriebs empfing die Besatzung im inneren der Station eine Fehlermeldung die besagte, dass die Software der Station nicht korrekt mit der Hardware des Progress Schiffes arbeite. Seitdem versuchen Techniker den Fehler zu finden und ihn zu beheben. Bis das erreicht ist, kann der Antrieb des Progress Schiffs nicht verwendet werden. „Es ist eine Sicherheit, die uns jetzt fehlt,“ sagt Clem.

Laut NASA könnte der Antrieb immer noch durch die russische Bodenkontrolle gesteuert werden. Die dafür notwendigen Befehle können nur zur ISS gesendet werden, wenn die Station Funkkontakt zur russischen Bodenstation hat. Das ist täglich jedoch nur während sechs von 16 Umläufen der Fall.

In der Zwischenzeit können immer noch die Thruster des Svesda Moduls, die nicht mit dem jetzt problematischen Hauptantrieb des Moduls identisch sind, für eine Positionsänderung der Station genutzt werden, ein Manöver, das im Falle einer Kollisionsgefahr jederzeit notwendig werden kann.

Die ISS könnte also unter Umständen nicht in der Lage sein, schnell fliegendem Weltraummüll auszuweichen, wenn sich die Station während eines Ausfalls der Thruster außerhalb der russischen Funkreichweite befinden sollte. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch gering, da gefährliche Objekte in der Regel frühzeitig durch die NASA erkannt werden.

Leserkommentare zu diesem Artikel
tägliche Raumfahrt News mit zusätzlichen Linktipps und Hintergrundinformationen direkt in Ihre MailboxNewsletter jetzt bestellen
Quelle: New Scientist zur Startseite...



Verwandte Artikel
Was braucht ein Weltraumtourist? ...(24. Jun 2005)

Astroshop Tipp




Copyright 2004-2006 Raumfahrt24.de Portal für Raumfahrt, Astronomie & Weltraumtourismus Herausgeber: Ingo Froeschmann