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Venus Express mit Schwierigkeiten
08. Mai 2006. Ein Instrument an Bord der ESA Sonde Venus Express lässt sich nicht benutzen, da ein dazu notwendiger Spiegel nicht bewegt werden kann.


Künstlerische Darstellung von Venus Express im Orbit der Venus (Quelle: ESA). Vergrößerung

Venus Express war am 11. April 2006 in eine Umlaufbahn um die Venus eingetreten. Der Spiegel der sich nicht drehen lässt ist Teil des Planetary Fourier Spectrometer (PFS). Der Spiegel befindet sich vor dem Interferometer und lenkt eintreffendes Licht auf das Interferometer. Das Licht stammt entweder von der Venus, aus dem All oder von einem schwarzen Gegenstand, den die Sonde für die Kalibrierung des Instrumentes mitführt.

Während des Starts im November 2005 war der Spiegel auf diesen schwarzen Gegenstand gerichtet. Das PFS überstand den Start scheinbar ohne Probleme, als die Missionsleitung jedoch den Spiegel bewegen wollte, saß dieser fest.

Im März bewegte sich der Spiegel ein wenig. Am 27. April gelang es dem Team, den Spiegel um etwa 30 Grad zu drehen, so dass er sich nun auf halbem Wege zwischen Kalibrierugskörper und offenen Weltraum befindet. PFS Instrumentleiter Vittorio Formisano vom italienischen Institute for Interplanetary Space Physics sagte, dass sein Team es hoffentlich noch diese Woche schaffe, den Spiegel um 90 Grad zu drehen. Erst dann kann das Instrument eingesetzt werden.

Vulkanische Aktivitäten
Nach der hoffentlich erfolgreichen Reparatur soll das PFS im Infrarotbereich Temperaturmessungen der Oberfläche und der Atmosphäre der Venus vornehmen. Eine Karte der Oberflächentemperaturen könnte den Wissenschaftlern helfen, Quellen vulkanischer Aktivität auszumachen. PFS kann außerdem die Zusammensetzung der Atmosphäre ermitteln.

Mars Express besitzt ein baugleiches Instrument und hat im vergangenen Jahr ähnliche Probleme gehabt. Das PFS an Bord von Mars Express setzte seit April 2005 immer wieder aus.

Bis Juli wurden die Ausfälle immer häufiger und dann hörte das Instrument ganz auf zu funktionieren. Im Oktober 2005 schaltete die Bodenkontrolle auf den Ersatzmotor des Spiegels um und brachte das Instrument wieder in Gang.

Trotzdem scheinen die Probleme der beiden Instrumente nicht miteinander verwandt zu sein. „So weit ich das jetzt sagen kann,“ sagt Kevin Baines vorsichtig. Er ist der stellvertretende Instrumentleiter des PFS von Venus Express. „Wir hoffen alle, dass das Problem schnell behoben werden und das Instrument in Betrieb gehen kann,“ sagt er.

Das PFS ist eins von sieben wissenschaftlichen Instrumenten an Bord von Venus Express. Die übrigen sechs Instrumente haben bisher keine Anzeichen von Problemen gezeigt.

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Quelle: New Scientist zur Startseite...



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