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Pluto Sonde kurz vor der Aktivierung
02. Mai 2006. Die NASA Sonde New Horizon hat die ersten 100 Tage ihrer neunjährigen Reise zum Planeten Pluto mit vorsichtigen Tests verbracht.


Künstlerische Darstellung der Pluto Sonde New Horzon Vergrößerung (Quelle: NASA).

Die Sonde war am 19 Januar gestartet. Am 7. April passierte sie mit einer Geschwindigkeit von 111 960 Stundenkilometern den Orbit unseres Nachbarplaneten Mars. Am 7. Mai wird die Sonde zwei Astronomische Einheiten von der Sonne entfernt sein, also den doppelten Abstand der Erde zur Sonne.

Nachdem in der Frühphase der Mission die Subsysteme getestet wurden, haben die Missionsleiter in März und April einige der wissenschaftlichen Experimente überprüft und deren Software kontrolliert.

Dem Missionsteam gelang es, eine neue Version der Steuerungssoftware hochzuladen. Bei jeder neuen Softwareversion muss der Hauptrechner neu gebootet werden. „Sie können sich vorstellen, mit welcher Vorsicht, mit wie vielen Überprüfungen, mit welcher Menge von Simulationen und abgekauten Fingernägeln das einhergeht,“ sagt Alan Stern, der Leiter der Mission vom Southwest Research Institute in Boulder, Colorado, auf einer Internetseite.

Die Überprüfungen der Instrumente sind nach Plan verlaufen. Das Instrument Ralph, zuständig für die Kartierung der Oberfläche des Pluto, und auch REX, ein Radioexperiment, funktionierten während der Tests einwandfrei. Der Sonnenwinddetektor SWAP wurde ebenfalls erfolgreich angeschaltet, sagt Stern.

Drei Instrumente werden im Mai zum ersten Mal ihre Klappen zum Weltraum hin öffnen. Das sind Ralph, das Pluto Energetic Particle Spectrometer und Alice, ein Spektrometer für den Ultraviolettbereich. Damit können erste Messungen unter realen Bedingungen durchgeführt werden. Ralph besitzt sogar ein Fenster, so das erste Kalibrierungen etwas früher gemacht werden können.

“Das wird jedes Mal ein Meilenstein werden – wir öffnen unsere Augen für den Weltraum,“ sagt Stern. Das Missionsteam wird in den nächsten Monaten den Vorbeiflug der Sonde am Planeten Jupiter im Februar 2007 trainieren. New Horizon wird die Anziehungskraft des Planeten nutzen und sich davon ins äußere Sonnenssystem katapultieren lassen. Der Schub durch den Vorbeiflug verkürzt die Reise zum Pluto um etwa drei Jahre.

Die Sonde wird sich dem Jupiter bis auf den 16-fachen Durchmesser des Planeten nähern, das ist drei bis vier Mal näher als sich Cassini-Huygens auf dem Weg zum Saturn an den Jupiter heran wagte. Während des Vorbeifluges sollen einige Messungen gemacht werden, das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf dem Testen und Ausrichten der Instrumente. Wissenschaftlich verwertbare Beobachtungen der Atmosphäre, der Monde, der Ringe und der Magnetosphäre des Jupiter sind von untergeordneter Bedeutung.
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Quelle: New Scientist zur Startseite...



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