Startseite Service Partner Sponsoren Impressum Kontakt

Raumfahrt
Übersicht
Service
Newsletter bestellen
Artikel kommentieren
Artikel empfehlen



Astro Medien




Satellitenformation auf der Startrampe
13. März 2006. Morgen will die NASA drei Satelliten, jeder so groß wie ein Fernseher, in die Erdumlaufbahn schießen. Der Start der Satelliten, die in Formation fliegen sollen, könnte sich aufgrund schlechten Wetters noch um einen Tag verzögern.


Die Pegasus XL kurz nach der Integration der drei Satelliten der Mission ST5 (Quelle: NASA).

Die Mission Space Technology 5 (ST5) ist eine auf 90 Tage ausgelegte technologische Demo-Mission des New Millennium Programms der NASA. Sie könnte der Vorläufer von Missionen sein, bei denen Dutzende von Mikro- oder sogar noch kleineren Nanosatelliten verwendet werden.

Die drei etwa 25 Kilogramm schweren Satelliten werden eine preiswerte Pegasus XL Rakete der Orbital Science Corporation verwenden, um die drei Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn zu befördern. Die Rakete selbst wird zunächst durch ein Flugzeug des Typs L-1011 in die Luft gehoben, bevor die Rakete kurz nach dem Ausklinken zündet.

ST5 wurde im August 1999 als Testmission für neue Technologie ausgewählt. „Die Lehren, die wir aus der Entwicklung und dem Betrieb der voll funktionsfähigen Mikrosatelliten ziehen wollen, sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Betrieb von Konstellationen oder Schwärmen von Raumschiffen, die Ergebnisse liefern sollen, die auch die besten individuellen Raumschiffe nicht liefern können,“ sagt Projektwissenschaftler Jim Slavin.

Die drei Mikrosatelliten werden die Erde in einem synchronen elliptischen Orbit umfliegen. Der erdnächste Punkt der Ellipse liegt bei 300 Kilometern, der entfernteste Punkt bringt die Formation bis in eine Entfernung von 4500 Kilometer von der Erde.

Die Satelliten werden die innere Magnetosphäre der Erde beobachten, eine unsichtbare Schicht, die unseren Planeten vor schädlicher Strahlung und Teilchen schützt, die durch Flares oder koronale Massenauswürfe von der Sonne fort geschleudert werden. Die Magnetosphäre ist jedoch keineswegs eine perfekte Barriere. Durch die Untersuchung versuchen die Forscher lernen, wie wir uns besser gegen das Weltraumwetter schützen können, dass durch die Barriere dringt.

ST5 ist mit einer ganzen Reihe von miniaturisierten Instrumenten ausgestattet, inklusive eines Magnetometers, Antennen, Mikroantriebsraketen sowie Elektronik mit niedriger Spannung, die alle gleichzeitig Technologietests darstellen. Die Missionsplanung sieht vor, dass die Satelliten eine volle Woche ohne Eingriffe von der Erde selbständig funktionieren.

„Wir versuchen Missionen zu ermöglichen, bei denen Dutzende oder sogar Hunderte von Satelliten in Formation fliegen,“ sagte Projektmanagerin Candace Carlisle vom Goddard Space Flight Center. „Für die Beobachtung eines großen Himmelsbereichs brauchen wir viele kleine Datensammler.“
Leserkommentare zu diesem Artikel
tägliche Raumfahrt News mit zusätzlichen Linktipps und Hintergrundinformationen direkt in Ihre MailboxNewsletter jetzt bestellen
Quelle: New Scientist zur Startseite...



Verwandte Artikel

Astroshop Tipp




Copyright 2004-2006 Raumfahrt24.de Portal für Raumfahrt, Astronomie & Weltraumtourismus Herausgeber: Ingo Froeschmann