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Japan hoch drei
21. Februar 2006. Japan plant am Mittwoch den dritten Satellitenstart innerhalb eines Monats. Ziel der Mission ist die Erforschung der Entstehung von Galaxien. Ein dritter Erfolg würde das Vertrauen in das japanische Weltraumprogramm stärken, nachdem es zuvor eine Reihe von Rückschlägen einzustecken hatte.


Der japanische Astro-F soll mehr als 10 Milllionen Galaxien entdecken. Hier sehen Sie den Satelliten nach einem Vakuumtest (Quelle: JAXA)

Der Satellit Astro-F wird den Himmel mit einer Infrarotkamera beobachten und soll mehr als zehn Millionen Galaxien entdecken. Astronomen wollen neben dem Ursprung und der Entwicklung von Galaxien auch den Lebenszyklus der in ihnen enthaltenen Sterne ergründen.

Die japanische Raumforschungsagentur JAXA plant den Start für 6:28 Uhr Ortszeit. Aufgrund starker Regenfälle musste der Start um einen Tag verschoben werden, nun ist die JAXA jedoch zuversichtlich, dass der Start stattfinden kann.

„Der Himmel ist jetzt blau,“ sagte ein Sprecher am Uchinoura Space Centre, dem Startpunkt des Satelliten im südlichen Japan.

Zweifel an der Zuverlässigkeit
Die Schwierigkeiten des japanischen Raumfahrtprogramms lassen sich bis in die Neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts zurückverfolgen. Damals hatten drei von sieben Raketen des Typs HII technische Probleme. Auch mit dem Nachfolgemodell HII-A hatte man Schwierigkeiten.

Im November 2003 musste eine Rakete mit einem Spionagesatelliten zur Überwachung von Nordkorea kurz nach dem Start zerstört werden. 2005 konnte das Hauptziel einer Mission, nämlich Proben des Asteroiden Itokawa zur Erde zu bringen, nicht erreicht werden.

Ein dreifacher Erfolg in diesem Jahr wird Japan helfen, sich einen Teil des lukrativen Marktes für kommerzielle Satellitenstarts zu sichern. Die Industrie wird gegenwärtig von amerikanischen und europäischen Anbietern dominiert, und auch China drängt mit Macht auf diesen Markt.

Astro-F hat ein Gewicht von 960 Kilogramm, inklusive eines mit zwei Infrarotdetektoren ausgestatteten 68,5 Zentimeter Teleskops. Das Teleskop wird die Erde auf einer Bahn über Nord- und Südpol umkreisen und alle sechs Monate den gesamten Himmel absuchen.

Die erste komplette Himmelsdurchmusterung im Infrarotbereich wurde ab 1983 von IRAS (Infrared Astronomical Satellite) durchgeführt und hatte großen Einfluss auf die Astronomie. Die neue Mission wartet mit größerer Lichtempfindlichkeit, besserer räumlicher Auflösung und einem erweiterten Wellenlängenbereich auf (von 1,7 bis 180 Mikron).

JAXA hatte am 24. Januar einen Erdbeobachtungssatelliten ins All gebracht. Dieser hat bereits erste Bilder und am 16. Februar einen beeindruckend detaillierten Film geliefert. Am 18. Februar folgte der Start eines Satelliten für die Überwachung des Luftverkehrs.

Japan konzentriert sich auf Satelliten und andere Technologie im unbemannten Bereich. Es wird jedoch erwartet, dass Japan in Zukunft auch ein eigenes bemanntes Raumschiff entwickeln wird.
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Quelle: New Scientist zur Startseite...



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