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Internetnutzer auf der Suche nach Stardust@home
11. Januar 2005. Während die NASA Sonde Stardust auf die Erde zu steuert, um am 15. Januar ihre himmlische Fracht abzuladen, versuchen Missionsplaner Tausende von Internetnutzern für das Projekt Stardust@home zu rekrutieren, um die Ladung zu analysieren.


Testaufnahmen der röhrenförmigen Spuren im AerogelVergrößerung (Quelle: JPL)

Stardust wurde 1999 mit dem hauptsächlichen Ziel gestartet, Staub aus dem Schweif des Kometen Wild 2 einzusammeln. Der Komet ist seit der Entstehung des Sonnensystems vor 4,5 Milliarden Jahren wahrscheinlich nahezu unverändert geblieben. Auf dem Weg zum Kometen hat die Sonde jedoch ab und zu auch die Rückseite des Aerogel-Kollektors „in den Wind“ gehalten, um interstellare Staubteilchen aufzufangen.

Die Rückseite könnte Staubteilchen enthalten, die von entfernten Sternen weg geschleudert wurden, als diese explodierten. Die Wissenschaftler erhoffen sich Einblicke in das physikalische Innenleben dieser Sterne. Auf der Basis früherer Messungen durch die Raumsonde Galileo erwarten die Forscher eine Ausbeute von gerade einmal 45 Staubteilchen in dem tennisschlägergroßen Kollektor.

Diese Teilchen zu finden ist vergleichbar mit der Suche nach 45 Ameisen, die sich auf einem Fußballfeld befinden. Um die Suche zu erleichtern, wollen die Forscher auf die Hilfe von Freiwilligen im Internet zurückgreifen. Ähnlich wie die Suche nach außerirdischem Leben mit SETI@home wird auch Stardust@home über das Internet an Rechner verteilt.

Stardust@home wird jedoch interaktiver sein, da die Benutzer eingehend mikroskopische Aufnahmen des Aerogels nach den trichterförmigen Spuren untersuchen müssen, die die Staubteilchen beim Aufprall auf dem Kollektor erzeugen.

„Vor 20 oder 30 Jahren hätten wir eine ganze Armee von Mikroskopspezialisten angeheuert, die über ihre Mikroskope gebeugt nach den Spuren im Aerogel gesucht hätten,“ sagt Teammitglied Andrew Westphal von der University of California. „Stattdessen haben wir ein automatisches Teleskop entwickelt, um das Aerogel zu scannen und hoffen auf Freiwillige die wir trainieren und testen, um die Spuren zu finden.

Jedes der voraussichtlich 1,5 Millionen Bilder wird von vier Personen untersucht – eine einzige Person bräuchte dazu mindestens 30 000 Stunden. Freiwillige werden ausgewählt, nachdem sie einen Test bestanden haben, bei dem sie Spuren in Beispielbildern identifizieren.

Wenn wenigstens zwei Menschen eine Spur auf einem der echten Bilder identifizieren, wird das Bild an 100 weitere Freiwillige gesendet. Wenn 20 oder mehr Freiwillige aus dieser Gruppe ebenfalls eine Spur finden, wird das Bild an einen ausgebildeten Studenten zur Auswertung gesendet. Im Falle einer Bestätigung wird das Staubteilchen entfernt und untersucht, während die ursprünglichen Entdecker einen Namen für das Teilchen bestimmen dürfen.
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Quelle: Newscientist zur Startseite...



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