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Zutaten des Lebens um sonnenähnlichen Stern
22. Dezember 2005. Das Spitzer Weltraumteleskop der NASA hat erste Beweise dafür geliefert, dass für die Entwicklung Leben notwendigen organischen Bausteine in einer erdähnlichen Umlaufbahn um eine junge Sonne existieren können.


Künstlerische Darstellung eines frühen Sonnensystems Vergrößerung (Quelle: NASA/JPL).

Spitzer lieferte Spektrogramme von 100 sehr jungen Sternen in einem Sternentstehungsgebiet in der 375 Lichtjahre entfernten Konstellation Schlangenträger (Ophiuchus). Einer dieser Sterne besitzt Anzeichen von organischen Molekülen, Acetylen und Wasserstoffcyanid.

Diese Gase formen in Verbindung mit Wasser eine Reihe verschiedener Aminosäuren. Aus diesen formen sich Proteine sowie einer der vier Bausteine der DNA, die Base Adenin.

Die organischen Moleküle wurden in einem Ring aus Staub und Gas um den jungen Stern IRS 446 entdeckt. Diese Staubringe, die um alle untersuchten jungen Sterne gefunden wurden, sind vermutlich das Rohmaterial für die Entstehung von Planeten.

Die spektrographischen Daten zeigen, dass die Gase sehr heiß sind und den Stern in geringer Entfernung umkreisen müssen, und zwar etwa in der „bewohnbaren Zone“, der Region, in der die Erde die Sonne umkreist und wo Wasser im Grenzbereich zwischen flüssig und gasförmig vorkommt.

Die Entdeckung unterstützt die weit verbreitete Theorie, dass viele der Bausteine des Lebens bereits vor der Entstehung von Planeten in unserem Sonnensystem vorhanden waren. Das begünstigte die Bildung von komplexen organischen Molekülen und schließlich von Leben.

Planetenentstehung
Beobachtungen aus dem Frühjahr 2005, ebenfalls mit Spitzer aber durch ein anderes Wissenschaftlerteam, zeigten einfachere organische Moleküle, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, in Galaxien in 10 Milliarden Lichtjahren Entfernung.

Der Stern IRS 46 und sein in der Entstehung befindliches Planetensystem „könnte unserem eigenen Sonnensystem vor einigen Milliarden Jahren sehr ähnlich sein,“ sagte Fred Lahuis vom Leidener Observatorium und Leiter des Forschungsteams.

Acetylen und Wasserstoffcyanid sind auch in unserem Sonnensystem entdeckt worden, zum Beispiel in den Atmosphären der Gasplaneten Jupiter und Saturn sowie in Kometen. Beobachtungen des europäischen Infrared Space Observatory haben die Verbindungen zudem in der Nähe schwerer Sterne ausgemacht.

Die neuen Ergebnisse sind jedoch die ersten, die solche Verbindungen um sonnenähnliche Sterne nachweisen. Folgebeobachtungen mit dem Keck Observatorium auf Hawaii deuten darauf hin, dass der Sonnenwind allmählich den Staub um IRS 46 weg bläst. Das könnte der Beginn der letzten Phase der Entstehung von Planeten einläuten.  
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Quelle: New Scientist zur Startseite...



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