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Rückkehr von Hayabusa wird sich verzögern
15. Dezember 2005. Die japanische Sonde Hayabusa hat den Kontakt mit der Bodenkontrolle verloren und wird wahrscheinlich das für diesen Monat eingeplante Fenster für die Rückkehr zur Erde verpassen. Sprecher der Mission äußerten die Hoffnung, dass die Sonde das nächste Fenster im Jahr 2007 erwischt, um 2010 in Australien landen zu können.


Itokawa aus der Nähe Vergrößerung (Quelle: JAXA).

Hayabusa hatte im November zweimal den 540 Meter langen Asteroiden Itokawa berührt, sammelte aber wahrscheinlich keine Proben von der Oberfläche, da der Bordcomputer widersprüchliche Signale an die Instrumente gesendet hatte. Die Missionsleitung hofft trotz allem auf eine Rückkehr der Sonde für den Fall, dass etwas Staub des Asteroiden in der Sammelkammer eingefangen wurde.

Nach einer Reihe von Stabilisierungsproblemen aufgrund eines Treibstofflecks am 26. November verlor die Bodenkontrolle vollständig den Kontakt am 8. Dezember. Seitdem konnte keine Verbindung hergestellt werden. Entweichendes Gas hat die Sonde wahrscheinlich so instabil gemacht, dass sie ihre Antenne nicht auf die Erde ausrichten kann.

Kann die Bodenkontrolle die Kontrolle der Sonde bis Mitte Dezember, wenn der Abstand zwischen Asteroid und Erde ideal ist, nicht wieder herstellen, wird sie das Zeitfenster verpassen. Bei einer späteren Behebung der Probleme bleibt noch ein Fenster im März 2007 mit einer Landung im australischen Busch im Jahr 2010.

„Das ist eine Enttäuschung, aber wir werden das kommende Jahr versuchen, die Sonde zu retten,“ sagte Projektmanager Jun’ichiro Kawaguchi auf einer Pressekonferenz am Mittwoch.
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Er hat weiterhin die Hoffnung, dass die Sonde zurückgeholt werden kann. „Es besteht eine recht hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Sonde wieder unter Kontrolle gebracht werden kann,“ sagte er. Die Sonde rotiert derzeit im All, sie ist aber so konstruiert, dass sie sich selbständig stabilisiert indem sie sich um die Achse ihrer Hochleistungsantenne dreht.

Das könnte einige Monate dauern, ist die geplante Drehung jedoch erst einmal erreicht, sollten die Sonnenkollektoren die meiste Zeit Energie liefern, während die Antenne auf die Erde gerichtet ist. Nach Schätzungen von Experten liegen die Chancen für eine Rettung bei 60 bis 70 Prozent.

Die Mission hat eine Reihe von Pannen erlebt, unter anderem den Verlust eines Roboters, der den Asteroiden erkunden sollte sowie der Versuch, Bodenproben des Asteroiden zu nehmen.

Unfaire Kritik
Der frühere Direktor des National Aerospace Laboratory of Japan, Hideo Nagasu, weist Einschätzungen zurück, die Mission sei ein kompletter Fehlschlag gewesen. „Es ist nicht fair zu sagen, die Erfolge der Mission seien gleich Null,“ sagte er. „Die Sonde hatte ihr Ziel erreicht und hat Bilder des Asteroiden gesendet. Die Mission war eine große Herausforderung.“

Wissenschaftler hoffen, die gemachten Erfahrungen für eine zukünftige Mission nutzen zu können. Nagasu zweifelt jedoch daran, dass die japanische Weltraumagentur nach den Ausgaben von 100 Millionen Dollar eine weitere Mission finanzieren werde. „Es gibt viele andere Projekte in Planung,“ sagt Nagasu.

Hayabusa sollte die erste Sonde sein, die Material von einem Asteroiden einsammelt um zu erkunden, wie das Sonnensystem entstanden ist. Zusätzlich wollte man erforschen, wie ein die Erde bedrohender Asteroid abgelenkt werden kann.

Die Mission war insbesondere eine Herausforderung, da der kartoffelförmige Asteroid rotiert und eine sehr niedrige Gravitation hat und dadurch eine Landung auf der rauen Oberfläche erschwert hat.  
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Quelle: New Scientist zur Startseite...



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