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Geringes Risiko einer kosmischen Katastrophe
08. Dezember 2005. Erdlinge können sich beruhigt zurück lehnen. Die Wahrscheinlichkeit eines endzeitlichen Szenarios, bei dem die Erde durch eine astrophysikalisches Katastrophe zerstört werden könnte, ist gering. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei einem Ereignis in einer Milliarde von Jahren.


Der Krabben Nebel in einer Hubble Aufnahme Vergrößerung (Quelle: Hubble).

Die Berechnungen wurden von Max Tegmark, einem Astrophysiker am Massachusetts Institute of Technology, und von Nick Bostrom von der University of Oxford angestellt. Die Geschichte beginnt im Jahr 1999 mit einem Pressebericht über die Besorgnis, dass Kollisionen von schweren Ionen an einem Teilchenbeschleuniger in Brookhaven die Erde zerstören könnten.

Eins der durchgespielten Szenarien postulierte die Entstehung eines Schwarzen Lochs, das unseren Planeten verschlingen würde, ein anderes die Entstehung eines stabilen so genannten „Strangelets“, welches normale Materie in exotische Materie umwandeln würde. Eine Folgestudie aus dem Jahr 2000 zeigte, das solche Ereignisse mit tausendfach höherer Wahrscheinlichkeit durch natürliche Ereignisse eintreten würden, zum Beispiel durch kosmische Strahlung, als durch menschliche Manipulationen mit einem Teilchenbeschleuniger.

Tegmark und Bostrom machten sich jedoch weiterhin Sorgen, dass sich die Menschheit aufgrund der Analyse aus dem Jahr 2000 in falscher Sicherheit wähnen könnte, und zwar aufgrund des statistischen Auswahlprinzips. Das rührt von der Tatsache, dass falls ein Planet zerstört würde, niemand übrig bliebe um davon zu berichten. Nur weil die Erde bisher von einer derartigen Katastrophe verschont geblieben ist, muss nicht heißen, dass diese Ereignisse sehr selten sind. Wir könnten auch einfach Glück gehabt haben.

Kosmische Sterilisation
Die beiden Wissenschaftler suchten also nach einem anderen Ansatz. Vorsicht, jetzt wird es esoterisch. Um eine Reihe von Wahrscheinlichkeiten von möglichen kosmischen Katastrophen zu berechnen, verwendeten die Wissenschaftler Daten über Entstehungsraten von Planeten um die statistische Normalverteilung für die Entstehung von intelligenten Lebensformen zu berechnen. Das kombinierten sie mit dem Alter der Erde und errechneten so, dass ein bewohnter Planet höchstens alle 1,1 Milliarden Jahre ausgelöscht wird.

„Im wesentlichen bedeutet das, dass wir deswegen keine schlaflosen Nächte zu haben brauchen,“ sagte Tegmark.

Tegmark und Bostrom beschränkten ihre Arbeit nicht auf die hypothetischen Katastrophen die im Jahr 2000 definiert wurden. Die Berechnungen sollten auch für solche Katastrophen gelten, welche die Menschheit bisher nicht bedacht hat. Ausgeschlossen sind jedoch von der Menschheit selbst verursachte Katastrophen wie ein Atomkrieg oder ein Aussterben durch genetisch veränderte Mikroben. Diese Szenarien seien immer noch bedenklich, so die beiden Wissenschaftler.

Was Teilchenbeschleuniger angeht, so schätzt die neue Forschungsarbeit die Wahrscheinlichkeit einer Zerstörung der Erde durch Hochenergiephysik auf etwa eins zu einer Billion pro Jahr.

Menschliche Aktivitäten liefern also nur einen winzigen Beitrag zur ohnehin geringen Wahrscheinlichkeit einer kosmischen Katastrophe.
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Quelle: New Scientist zur Startseite...



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