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Hayabusa doch gelandet
23. November 2005. Die japanische Weltraumagentur hat bekannt gegeben, dass ihre Sonde Hayabusa doch während ihres Annäherungsversuches am Sonntag auf dem Asteroiden Itokawa aufgesetzt sei, es jedoch nicht schaffte, eine Bodenprobe aufzunehmen.


Der Schatten von Hayabusa auf dem Asteroiden Itokawa Vergrößerung (Quelle: JAXA).

Hayabusa erlitt einen während der Annäherung an den Asteroiden einen Aussetzer der Kommunikation. Als die Kommunikation wieder hergestellt wurde, war die Sonde von ihrem Ziel weggedriftet.

JAXA (Japan Aerospace Exploration Agency) musste warten, bis die Hochleistungsantenne auf die Erde ausgerichtet war, bevor mit Sicherheit gesagt werden konnte, ob Hayabusa gelandet war oder nicht. Nur so konnte die Sonde detaillierte Daten von den Sensoren und der Navigationsausrüstung übertragen.

Die Daten haben nun gezeigt, dass Hayabusa für etwa 30 Minuten auf dem Asteroiden gelandet war, obwohl nur ein Kontakt von einer Sekunde geplant war.

Zufällige Bodenprobe
Die Sonde hatte es anscheinend nicht bewerkstelligt, ein kleines Geschoss auf den Asteroiden zu schießen um Staub und Geröll für die Sensoren aufzuwirbeln. Die Navigationsinstrumente zeigen jedoch, dass die Sonde mehrmals mit dem Asteroiden kollidierte. Ein Mitglied des Missionsteams spekulierte, ob dadurch genug Staub für das Bodenprobeninstrument aufgewirbelt worden sein könnte.

Sollte die Mission ein Erfolg werden, wäre es das erste Mal, dass Material von einem Asteroiden zur Erde gebracht worden wäre. Die Probe könnte Wissenschaftlern mehr über das Sonnensystem erzählen – Asteroiden bestehen wahrscheinlich aus dem ursprünglichen Material des Sonnensystems.

Eine Pannenserie
Vor dem Rendezvous am Sonntag hatte Hayabusa eine kleine, runde, metallische Zielmarkierung auf dem Asteroiden abgesetzt, ihren Landeplatz zu markieren. Die Zielmarkierung enthält eine Aluminiumplatte mit den Namen von 880 000 Menschen aus 149 Ländern, unter anderem Regisseur Steven Spielberg und der britische Science Fiction Autor Arthur C Clarke.

Die Mission hatte bereits mit einer ganzen Reihe von Pannen zu kämpfen. Am 12. November verlor Hayabusa den Kontakt mit seinem kleinen robotischen Rover Minerva. Der Rover sollte auf der Oberfläche des Asteroiden herum hüpfen, Bilder machen und Temperaturmessungen durchführen. Missionskontrolleure glauben, dass Minerva den Asteroiden komplett verfehlt hat und ins All abgedriftet ist.

Ein Testlandeanflug wurde ebenfalls abgebrochen, weil die Sonde ein unerwartetes Signal an die Bodenkontrolle gesendet hatte.
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Quelle: New Scientist zur Startseite...



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