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Privates Unternehmen kurz vor erstem Raketenstart
21. November 2005. Ein junges Raumfahrtunternehmen wird sich am Freitag, dem 25. November an seinem ersten kommerziellen Raketenstart versuchen. Space-X fordert größere, etablierte Raketenfirmen mit einem einfachen,wieder verwendbaren Design heraus.


Vergrößerung(Quelle: Space-X).

Die geplante Startzeit für die Falcon-1 ist um 22:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Die Rakete wird vom Reagan Test Site auf dem Kwajalein Atoll im westlichen Pazifik gestartet.

Geht alles nach Plan, so wird Falcon-1 den FalconSat-2 für die US Luftwaffe in eine Umlaufbahn bringen. Der Satellit soll untersuchen, wie die Ionosphäre der Erde die militärische Satellitenkommunikation und das GPS stört.

Ohne jemals eine Rakete gestartet zu haben, ist es Space-X gelungen, 200 Millionen Dollar von Satellitenbetreibern einzusammeln. Das Unternehmen wurde 2002 von Elon Musk gegründet worden, dem einige lukrative Internetunternehmen gehören, unter anderem das Bezahlsystem PayPal.

„Ich bin tatsächlich nicht nervös. Ich bin erleichtert,“ sagte Musk zu Reportern auf einer Pressekonferenz am 18. November. „Niemand hat behauptet, dass Raketenbauen einfach sei, aber es war härter als ich dachte.“

Drei Versuche
Space-X will die Startkosten senken, indem die Erststufe aus dem Ozean geborgen und wieder verwendet wird. Zusätzlich sollen die Startvorbereitungen mit einem Team von nur 25 Leuten durchgeführt werden. Größere Unternehmen stellen für diese Arbeit häufig über 100 Mitarbeiter an.

Musk schätzt, dass sein Unternehmen selbst bei einem Fehlstart noch ein paar Chancen hat, um seine Technik unter Beweis zu stellen. „Wenn wir drei Fehlstarts hintereinander haben, dann wissen wir anscheinend nicht was wir tun und sollten es lassen,“ fügte Musk hinzu.

Die 21 Meter hoheFalcon-1 soll kleine Satelliten bis zu einem Gewicht von 570 Kilogramm in eine niedrige Umlaufbahn bringen. Jeder Start kostet etwa 6,7 Millionen Dollar. Rivalen sind amerikanische Unternehmen wie Boeing und Lockheed Martin sowie Arianespace.

Space-X hat sechs Starts mit der Falcon-1 geplant und könnte bereits im ersten Quartal 2006 auch von der in Kalifornien starten. Space-X plant die Entwicklung von weiteren Raketen. Die Falcon-5 soll 4,1 Tonnen in eine niedrige Erdumlaufbahn bringen und die Falcon-9 sogar 9,3 Tonnen.

„In Zukunft wird sich ihr Hauptgeschäft auf die größeren Transportraketen konzentrieren,“ sagt Jeff Foust, ein Analyst der Raketenindustrie.

Laut Musk kann die Falcon-9 verwendet werden, um Astronauten auf den Weg zum Mond oder zum Mars zu bringen. Sie könnte auch ausgestattet werden, um an der Internationalen Raumstation anzudocken. Das Unternehmen plant auch die Entwicklung eines weiteren Antriebs, des Merlin 2, der der größte der Welt werden soll.  
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Quelle: New Scientist zur Startseite...



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