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Wo Sterne entstehen, sind Planeten nicht weit
16. November 2005. Dutzende von Planeten könnten in einem nahe gelegenen Gebiet der Sternentstehung heranwachsen. Das lassen neue Infrarotaufnahmen des Weltraumteleskops Spitzer vermuten.


Dutzende von jungen Sternen erhitzen das Gas in ihrer Umgebung (rot) und stoßen Jets aus, die in ihrer Umgebeung Schockwellen verursachen Vergrößerung (Quelle: Spitzer).

Der Staub des Nebels NGC 1333 verdunkelt das sichtbare Licht von den meisten der in ihrer Entstehung befindlichen Sterne. Die Infrared Array Camera von Spitzer konnte jedoch hinter den Schleier blicken und Dutzende von sonnenähnlichen Sternen entdecken - nur sind diese 5000fach jünger als unsere Sonne.

„Diese Neugeborenen sind weniger als eine Million Jahre alt – nach astronomischen Maßstäben also noch Babies,“ sagt Rob Gutermuth vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics (CfA) und einer der an der Beobachtung beteiligten Astronomen. „Unsere Sonne könnte von 4,5 Milliarden Jahren in einer ähnlichen Umgebung entstanden sein.“

Spitzer entdeckte, dass etwa 80 dieser jungen Sterne von Staubscheiben umgeben sind und entstehende Planeten beherbergen könnte. Sie befinden sich alle in einem Gebiet mit einem Durchmesser von vier Lichtjahren. Eine Region von ähnlicher Größe in der Umgebung unserer Sonne enthält außer ihr nur drei weitere Sterne.

„Befände sich unser Sonnensystem innerhalb von NGC 1333, so würde unser Nachthimmel ganz anders aussehen,“ sagt Gutermuth. „Wir würden aber nicht mehr, sondern weniger Sterne sehen, da entferntere Sterne durch den Staub verdeckt wären.

Das Bild zeigt auch, dass die Geburtsstätte durch die jungen Sternen ordentlich aufgemischt wird. Viele der jungen Sterne stoßen Jets aus, die Schockwellen bilden wenn sie auf das umgebende Gas treffen. Die Jets könnten mit der Zeit den Staub wegblasen und so die Entstehung weiterer Sterne verhindern.

„Die Zahl der einzelnen Jets, die wir in dieser Region beobachten, ist bislang unübertroffen,“ sagt Gutermuths Kollegin Alicia Porras. „Sie zu trennen ist eine Herausforderung, da wir versuchen, den Sternen einzelne Jets zuzuordnen.“
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Quelle: New Scientist zur Startseite...



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