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Viele junge Sterne gefunden
11. November 2005. Fast 5000 schwach leuchtende und noch sehr junge Sterne wurden vom Hubble Teleskop in einer kleinen Galaxie gefunden, die unsere Milchstraße umkreist. Der Fund bestätigt, dass Sternentstehungen in unterschiedlichen Galaxien nach dem gleichen Muster abläuft.


Vergrößerung (Quelle: Hubble).

Eine Gruppe von Astronomen unter der Leitung von Antonella Nota von der ESA verwendeten die Hubble Advanced Camera for Surveys um das Gebiet der Sternentstehung N66 in etwa 210 000 Lichtjahren Entfernung zu untersuchen. Die etwa 300 Lichtjahre durchmessende Geburtsstätte mit der Form eines jungen Bären befindet sich in der kleinen Magellan’schen Wolke, einer Zwerggalaxie am Rande der Milchstraße.

Die Belichtungszeit von 84 Minuten brachte etwa 5000 kleine, rote Sterne zum Vorschein, die in früheren Untersuchungen nicht entdeckt wurden, weil sie zu leuchtschwach sind. Ihre Düsterkeit und rote Farbe lassen vermuten, dass sie in ihren Zentren noch nicht mit der Verbrennung von Wasserstoff begonnen haben und somit noch keine ausgewachsenen Sterne sind. „Sie sind jedoch auf bestem Wege,“ sagte Nota. „Sie ziehen sich zusammen, wodurch ihre innere Temperatur ansteigt und einen Punkt erreichen wird, der ein nukleares Feuer ermöglicht.“

Die Sterne sind zwischen drei und fünf Millionen Jahre alt. Damit sind sie etwa genau so alt wie die helleren Sterne im Zentrum der Aufnahme, die bereits mit der Kernfusion begonnen haben. Die dunkleren Sterne haben etwa die Hälfte der Masse unserer Sonne, während ihre helleren Geschwister etwa 100 Mal so schwer sind wie die Sonne und sich dadurch schneller entwickelten.

Ihre bloße Existenz fasziniert die Astronomen, denn die Kleine Magellansche Wolke scheint aus sehr „ursprünglichem Material“ zu bestehen, das verglichen mit der Milchstraße nur einen Anteil von etwa 20 Prozent an schweren Elemente enthält. Schwere Elemente werden durch vorangegangene Sterngenerationen erzeugt. Für seine Größe enthält die Kleine Magellansche Wolke zudem wesentlich weniger Staub als unsere eigene Galaxie. Staub ist eine wesentliche Zutat für die Sternentstehung.

„Wir fragten uns, ob unter solch ungewöhnlichen Umständen weiterhin wie in unserer Galaxie Sterne entstehen würden,“ sagte Nota. „Wir haben die gleichen Prozesse beobachtet.“
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Quelle: New Scientist zur Startseite...



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