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NASA auf der Suche nach privaten Raumfähren
10. November 2005. Die NASA wendet sich an Privatfirmen um die Versorgung und den Transfer von Astronauten zur Internationalen Raumstation zu sichern. Das wurde diese Woche bekannt.


Konzept einer bemannten Ruamfähre von Transformational Space Vergrößerung (Quelle: MArk Maxwell/Transformational Space).

Die Weltraumagentur wird ein gesondertes Büro am Johnson Space Center in Houston einrichten um die einzukaufenden Flüge von dort koordinieren. Das neue Büro firmiert unter dem Namen Commercial Crew/Cargo Project Office (CC/CPO). AM 22. November wird die NASA offiziell Angebote von Unternehmen anfordern, die ihre Vorschläge bis zum 27. Januar einreichen müssen.

Aktuell sind die US Raumfähren und die russischen Sojus und ProgressSchiffe die einzigen Möglichkeiten, die Station mit Mannschaften und Nachschub zu versorgen. Die US Raumfähren werden wahrscheinlich 2010 nach 18 weiteren Flügen zur ISS außer Dienst gestellt. Damit steht der NASA kein Zugang unter amerikanischer Kontrolle zur Verfügung.

Das Crew Exploration Vehicle der NASA, das die US Fähren ab 2012 ersetzen soll, wird sowohl für Stationsflüge als auch für Reisen zum Mond verwendet werden. In der Zwischenzeit sucht die NASA auch nach Luft- und Raumfahrtunternehmen, um die zeitliche Lücke zwischen den beiden Systemen zu schließen.

„Es ist finanziell nicht sinnvoll, Flüge zur Raumstation durchzuführen, während wir uns gleichzeitig darauf vorbereiten, zum Mond zurückzukehren,“ sagte Brett Alexander, Vize Präsident von Transformational Space, einem der Unternehmen die sich Hoffnungen auf einen Vertrag mit der NASA machen.

Finanzieller Anreiz
Alan Lindemeyer, Projektmanager für CC/CPO, teilte Unternehmensvertretern am 1. November mit, dass deren Fähren jährlich bis zu zehn Tonnen Nutzlast zur Station bringen könnten.

Am 3. November teilte NASA Administrator Michael Griffin dem Wissenschaftskommite des Repräsentantenhauses mit, dass die NASA über einen Zeitraum von fünf Jahren etwa 500 Millionen Dollar investieren wolle. „Ein finanzieller Anreiz in dieser Höhe reicht aus, um ernst zunehmende Angebote zu erhalten,“ sagte Griffin.

„Ich hoffe, dass die private Industrie es besser macht (als die Regierungsorganisationen), aber das erwarte ich nicht,“ fügte Griffin hinzu.

Auch in anderen Ländern wird derzeit an einem Nutzlasttransportsystem für die ISS gearbeitet. Europas Jules Verne, das erste der ATVs (Automated Transfer Vehicle), sollte 2006 den Jungfernflug durchführen, die ESA hat den Start kürzlich jedoch auf das Jahr 2007 verschoben. Japan arbeitet an dem H-2 Transfer Vehicle. Die NASA hat auch die Möglichkeit, auf diesen Systemen Kapazität zu kaufen.
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Quelle: Newscientist zur Startseite...



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