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Leuchtende Wolken könnten Geheimnisse der Sternentstehung aufdecken
07.November 2005. Astronomen haben eine neue Methode entwickelt, um dunkle Wolken aus Gas und Staub zu sondieren. Sie hoffen auf diese Weise die rätselhaften Bedingungen die zur Geburt eines Sterns führen besser verstehen zu können.


Cloudshine Vergrößerung (Quelle: CfA).

Sterne kondensieren gewissermaßen aus riesigen, im All schwebenden Wolken aus molekularem Gas und Staub. Diese stellaren Brutkästen sind schwer zu untersuchen, da sie im sichtbaren Lichtbereich kaum erkennbar sind. Andere Methoden, wie zum Beispiel eine Schätzung des Staubgehalts aufgrund des Erscheinungsbildes der Roten Riesensterne in den Wolken sind ebenfalls nicht sehr präzise.

Nun haben zwei Forscher des Harvard Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge Wolkenstrukturen mit einer im Gegensatz zu früher verwendeten Techniken fünfzigfach verbesserten Auflösung gemessen.

Sie machten die Entdeckung während einer vierstündigen Infrarotaufnahme von Molekülwolken mit einem spanischen 3,5 Meter Teleskop. „Das Bild erscheint im optischen Bereich dunkel und leer, im nahen Infrarotbereich erkennt man dagegen Farben und Strukturen,“ sagte Johnathan Foster.

Foster und seine Kollegin Alyssa Goodman haben die Infrarotemissionen „Cloudshine“ getauft. Sie glauben, dass Infrarotlicht von nahen Sternen durch die Molekülwolken gestreut wird.

Form und Dichte
Das Leuchten ist ein Indikator für die Form und die Dichte der Wolken, denn die Farbe ändert sich, je nachdem wie viel Staub da ist, um das vorhandene Licht zu reflektieren. Kürzere Wellenlängen werden am Wolkenrand reflektiert, während längere Wellenlängen es bis in das Innere der Molekülwolken schaffen, bevor sie auf Staubpartikel treffen.

Die Bilder könnten Forschern verstehen helfen, was genau die Entstehung eines Sterns auslöst. „Wir wollen wissen, welche physikalischen Prozesse die Form der Molekülwolke beeinflussen und wie sich diese auf die Sternentstehung auswirkt,“ sagte Foster.

„Die einzige Art auf die wir das tun können ist, indem wir uns die Dichtestruktur der Wolken ansehen und diese dann mit unseren Simulationen vergleichen., die zum Beispiel Phänomene wie Magnetfelder berücksichtigen,“ sagte er.

Die Forschungsarbeit war Teil des COMPLETE Surveys (Coordinated Molecular Probe Line Extinction Thermal Emission), der drei erdnahe Sternentstehungsgebiete in verschiedenen Wellenlängen untersucht.
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Quelle: New Scientist zur Startseite...



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