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NASA will Apophis nicht ablenken – noch nicht
02.November 2005. Die NASA hat aktuelle keine Pläne für eine Mission zur Ablenkung eines Asteroiden, der mit geringer Wahrscheinlichkeit die Erde treffen könnte. Weitere Radarmessungen sollen durchgeführt werden um herauszufinden, ob der Asteroid wirklich eine Bedrohung darstellt.


Die Flugbahn des Asteroiden nähert sich der Erde bis auf 36 350 Kilometer im Jahr 2029 Vergrößerung ()(Quelle: NASA).

Derzeitige Schätzungen bei der NASA gehen davon aus, dass Apophis (vorher bekannt unter dem Namen 2004 MN4) die Erde mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 5500 im Jahr 2036 treffen könnte. Eine Kollision hängt weiterhin davon ab, ob der Asteroid im Jahr 2029 genau innerhalb eines 600 Meter weiten Korridors an der Erde vorbei fliegt.

Fliegt Apophis durch das Nadelöhr, könnte seine Umlaufbahn gestört werden und Apophis dadurch auf einen Kollisionskurs mit der Erde einschwenken. Bevor Radarmessungen des Asteroiden im Jahr 2013 gemacht werden können, wird es offen bleiben wohin Apophis fliegt.

Der Asteroid wurde 2004 entdeckt und hat einen vermutlichen Durchmesser zwischen 320 und 400 Metern. Ein Asteroid dieser Größe könnte bei einem Aufprall eine Großstadt zerstören. Apophis bedeutet „Der Zerstörer“ und ist der griechische Name des alten ägyptischen Gottes Apep.

„Wir werden die Bewegungen des Asteroiden in den nächsten Jahren natürlich genau verfolgen, wir sind aber zu dem Schluss gekommen, dass eine Weltraummission, die nur auf einer Möglichkeit einer Kollision basiert, derzeit nicht notwendig ist,“ sagte NASA Co-Administratorin Mary Cleave in einem Antwortbrief an die B612 Foundation, eines Vereins der die Abwehr gefährlicher Asteroiden studiert.

Sollten die 2013 Radarmessungen eine Gefahr für die Erde feststellen, würde die NASA eine Sonde zur weiteren Erforschung von Apophis starte. Diese Sonde könnte den Asteroiden etwa im Jahr 2019 erreichen.

Die Sonde könnte einen Radiosender auf der Oberfläche oder in der Nähe des Asteroiden platzieren. Dadurch wären die Wissenschaftler in der Lage, ihre Bahnberechnungen zu verfeinern und  zu erkennen, ob die Erde zukünftig auf Bahn des Asteroiden liegt.

Zeigen Radiodaten die Gefahr eines Zusammenstoßes im Jahr 2036, so könnte die NASA ein zweites Raumschiff um Apophis zwischen 2024 und 2028 abzulenken. Die Ablenkung würde passieren, bevor der Asteroid 2029 durch das Schlüsselloch der Schwerkraft fliegt.

Die B612 Foundation ist im großen und ganzen mit der Antwort der NASA zufrieden. Generell sagt die Organisation jedoch, dass nicht genug getan wird, um gefährlichen NEOs (Near Earth Objects) zu begegnen.

Erstens sei die Radarbeobachtung durch die Weltraumagentur nicht garantiert. „Die Radarverfügbarkeit ist akut gefährdet,“ sagt Rusty Schweikart, Vorsitzender von B612 und ehemaliger Astronaut während der Apollo Flüge in den Sechziger Jahren.

Die NASA verfolgt derzeit zwar NEOs, es gebe aber keine Institution die sich um Asteroiden oder Kometen kümmert, die der Erde zu Nahe kommen.

Schweikart und seine Gruppe wollen eine Agentur oder eine Bundesbehörde für die Aufgabe sehen. „Wir reden über ein Problem der öffentlichen Sicherheit und nicht über ein wissenschaftliches Thema,“ sagt er.

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Quelle: New Scientist zur Startseite...



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