Startseite Service Partner Sponsoren Impressum Kontakt

Astronomie
Übersicht
Service
Newsletter bestellen
Artikel kommentieren
Artikel empfehlen



Astro Medien




Neues vom Allen Telescope Array
31.Oktober 2005. Das Zelt sah riesig aus als es zum ersten mal aufgebaut wurde. Das gewölbte Dach ist 12 Meter hoch und noch etwas breiter. Der Eingang ist fast 10 Meter hoch. Kurz, es der perfekte Ort um Antennen für das Allen Telescope Array (ATA) zu bauen. Dave DeBoer vom ATA Team erzählt.


Eins der Teleskope des Allen Array im Montagezelt Vergrößerung(Quelle: Seti Institute).

Nun gut, wenn eine sieben mal acht Meter große Antenne auf einem Podest in diesem Zelt steht, sieht es plötzlich nicht mehr ganz so riesig aus. Im Gegenteil, es sieht eher ein wenig zu klein aus. Aber der Aufbau passt in das Zelt, auch der komplizierte Dreh der während der Konstruktion notwendig ist, berührt die Zeltwand nicht. Das Teleskop passte auch genau durch den Eingang, auf jeder Seite ein paar Zentimeter Luft. Wir wussten, dass es passen würde, trotzdem atmeten wir erleichtert auf. Unsere Fabrik hatte die Produktion aufgenommen und alles lief großartig, dank unseres Chefingenieurs Matt Fleming, der das Podest und den Aufbau der Antenne entworfen hatte.

Es war sehr befriedigend mit der Platzierung der Antennen am Hat Creek Observatory zu beginnen. Seit einigen Jahren hatten wir darauf hin gearbeitet. Jede Antenne wird aus einer Reihe von vorgefertigten Bauteilen zusammengesetzt. Ein speziell angefertigter Gabelstapler hebt dann die Antenne (mit Reflektor, Kabeln und Elektronik) an und bringt sie zu einem vorbereiteten Podest im Freien und setzt sie dort vorsichtig ab.

Bis zur 42. Antenne der Phase I wird eine Antenne nach der anderen aufgestellt werden. Dann gibt es eine kurze Unterbrechung, bevor die restlichen Antennen ausgeliefert werden.

Die neue Tieftemperaturtechnik arbeitet fehlerfrei, so dass die kleinen Niedrigtonverstärker, die im Zentrum jeder Antenne sitzen, bis auf eisige 50 Kelvin gekühlt werden, 30 Kelvin niedriger als die ursprünglich anvisierte Temperatur für dieses Bauteil. Da die Verstärker das erste elektronische Bauteil sind, dem die elektromagnetischen Wellen seit gut einer Milliarde Jahre begegnet sind, wollen wir sie sanft behandeln. Die niedrigen Temperaturen stellen sicher, dass die Wärmebewegungen der Elektronen im Gerät dem schwachen Signal nicht viel Rauschen hinzufügen.

Sind die Signale einmal verstärkt, können wir sie etwas robuster anfassen. Wir wandeln die Mikrowellen in optische Signale um und transportieren diese ins Labor. Dort werden sie wieder in Mikrowellen umgewandelt und digitalisiert. Erst dann können wir die Signale ohne Verlustgefahr untersuchen. Tatsächlich machen wir mehrere Kopien der Daten und senden perfekte Kopien an verschiedene Computer, die die Daten in verschiedene Produkte umwandeln, wie sie von verschiedenen Forschern und Astronomen gebraucht werden.

Ausgehend von den großen Maschinen, welche die großen Teleskope aufbauen, die sanft die eingehenden elektromagnetischen Wellen auffangen, bis zu den kleinen Maschinen mit der digitalen Elektronik, ist der Prozess jetzt greifbar. Wir alle sehen aufgeregt in die nahe Zukunft und freuen uns auf die stetig wachsende Leistungsfähigkeit des neuen Teleskops.

Leserkommentare zu diesem Artikel
tägliche Raumfahrt News mit zusätzlichen Linktipps und Hintergrundinformationen direkt in Ihre MailboxNewsletter jetzt bestellen
Quelle: Space.com zur Startseite...



Verwandte Artikel
Portrait: Paul Allen, nicht nur Microsoftmitbegründer ...(27. Aug 2005)

Astroshop Tipp




Copyright 2004-2005 Raumfahrt24.de Portal für Raumfahrt, Astronomie & Weltraumtourismus Herausgeber: Ingo Froeschmann