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Hubble hat den Mond im Visier
20.Oktober 2005. Die NASA verwendet die Leistungskraft des Hubble Space Telescope um neuartige wissenschaftliche Untersuchungen des Mondes durchzuführen.


Vergrößerung (Quelle: Hubble).

Hubbles Auflösungsvermögen und Empfindlichkeit für ultraviolettes Licht ermöglicht die Suche nach sauerstoffhaltigen Mineralien auf dem Mond. Da der Mond keine atembare Atmosphäre besitzt, könnten Minerale wie Ilmenit (Titanium und Eisenoxid) für einen längeren Aufenthalt von Menschen auf dem Mond entscheidend sein. Ilmenit ist eine mögliche Quelle für Sauerstoff der zum Atmen oder auch als Raketentreibstoff verwendet werden kann.

Die neuen Beobachtungen lieferten die ersten hochauflösenden Bilder im ultravioletten Bereich, die jemals vom Mond gemacht wurden. Die Bilder sind ein neues Werkzeug für das Studium der Mineralvorkommen in der Mondkruste. Da die NASA zukünftig Missionen zum Mond  plant, können diese Daten in Verbindung mit anderen Daten verwendet werden, um die besten Landeplätze für robotische und bemannte Missionen auszumachen.

„Diese Beobachtungen waren eine Herausforderung, aber auch eine sehr erfolgreiche technologische Leistung von NASA und Hubble, da das Teleskop ursprünglich nicht für die Beobachtung des Mondes konzipiert war,“ sagte Hubble Wissenschaftlerin Jennifer Wiseman. „Diese Bilder werden Grundlagen für wissenschaftlichen Studien der Mondgeologie liefern sowie bei Entscheidungen über zukünftige Landeplätze helfen.“

Hubbles Advanced Camera for Surveys beobachtete Gebiete, von denen bereits bekannt war, dass sie geologisch vielfältig sind. Unter anderem der Meteoritenkrater Aristarchus und das benachbarte Schrotertal. Hubble fotografierte auch die Landeplätze  von Apollo 15 und 17, von wo Astronauten 1971 und 1972 Bodenproben mitgenommen hatten.

Wissenschaftler vergleichen die Eigenschaften der Proben der Landeplätze mit den neuen Hubble Bildern der Landeplätze und denen der Aristarchus Region, die bisher weder von bemannten noch von unbemannten Sonden besucht wurde.

„Unsere ersten Ergebnisse deuten auf die mögliche Existenz von sauerstoffreichen Böden sowohl in der Region von Apollo 17 als auch in der Aristarchus Region. Diese Plätze könnten sehr geeignet sein für menschliche Entdecker die versuchen, dort mit lokalen Ressourcen zu überleben,“ sagte Jim Garvin, leitender Forscher des Projekts an NASA’s Goddard Space Flight Center.

„Es wird zwar viele Monate dauern bis vollständige Ergebnisse vorliegen werden, wir haben aber bereits Hinweise darauf, dass die neuen Beobachtungen die Genauigkeit unseres Verständnisses von Materialien wie Ilmenit verbessern werden und damit bessere Aussagen zu möglichen Landeplätzen zulässt,“ sagte Garvin.

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Quelle: Hubble zur Startseite...



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