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Ein guter chinesischer Tag im Weltraum
13.Oktober 2005. Die beiden chinesischen Taikonauten die am Mittwoch an Bord von Shenzhou VI in den Orbit geflogen sind, haben den ersten von insgesamt fünf Tagen erfolgreich absolviert.


(Quelle: Chinafotopress).

Die beiden ehemaligen Kampfpiloten Fei Junlong und Nie Haisheng waren am Dienstag um 9:00 Uhr Ortszeit in Jiuquan gestartet. Etwa neun Stunden später wechselten sie aus der Wiedereintrittskapsel in der Mitte des Raumschiffs in das Orbitalmodul, das sich an der Vorderseite befindet. Dort werden sie nach Informationen der Nachrichtenagentur Xinhua den größten Teil der Mission verbringen.

Bereits jetzt haben sie den ersten bemannten chinesischen Raumflug überboten, sowohl in Bezug auf die Dauer, als auch hinsichtlich der durchgeführten Aktivitäten. Im vorangegangenen Flug der Shenzhou V verbrachte Yang Liwei die gesamten 21 Stunden in der Wiedereintrittskapsel, nahm kalte Nahrung zu sich und benutzte eine Art Windel um sich zu erleichtern.

In Shenzhou VI konnten die beiden Männer im Orbitalmodul ihre sperrigen Raumanzüge ausziehen, abwechselnd in einem Schlafsack ausruhen. Eine Toilette steht ebenfalls zur Verfügung.

Sie können sich ihr Essen aufwärmen und haben die Wahl zwischen 50 verschiedenen Speisen, unter anderem Rindfleisch mit Orangenschale, Reis und Erdbeeren. Wegen der reduzierten Schwerkraft müssen sie jedoch auf die Benutzung von Stäbchen verzichten.

Von den beiden Taikonauten wird erwartet, dass sie ihre eigenen Reaktionen auf die Mikrogravitation untersuchen und außerdem die Widerstandsfähigkeit ihres Raumschiffes testen. Xinhua berichtete am Donnerstag, dass sie Luken öffnen und schließen werden, ihre Raumanzüge an- und ausziehen und Geräte an Bord benutzen werden und dabei jeweils mehr Kraft aufwenden als notwendig um zu lernen, wie sich die Bewegung der Besatzung auf das Raumschiff auswirkt.

Die Shenzhou (chinesisch für „magisches“ oder auch „göttliches“ Schiff) ist eine veränderte und vergrößerte Version einer russischen Sojus. Wie die Sojus besteht Shenzhou aus drei Teilen, dem Orbitalmodul, der Wiedereintrittskapsel und dem Servicemodul für Treibstoff und Vorräte.

Im Gegensatz zur Sojus besitzt es zwei Sonnenkollektoren, die das Schiff mit der dreifachen Menge Energie versorgen. Der zusätzliche Kollektor ist am Orbitalmodul angebracht, das auch einen eigenen Antrieb und Kontrollsysteme besitzt.

Wie bei der vorangegangenen Mission wird dieses Modul etwa sechs weitere Monate in einer Umlaufbahn bleiben, nachdem die Taikonauten mit der Wiedereintrittskapsel durch Fallschirme abgebremst in der Inneren Mongolei gelandet sind.

Während des Fluges sollen auch die Systeme zur Kursverfolgung überprüft werden, die sich in China, Namibia und auf vier weltweit stationierten Schiffen befinden.

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Quelle: New Scientist zur Startseite...



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