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Eine Formel 1 für Raketen
04.Oktober 2005. Der Rennzirkus der Zukunft wird nicht von Rennwagen bestritten, sondern von Raketen, die am Himmel virtuelle Rennstrecken entlang rasen. Gleichzeitig sollen Computerspieler an ihren Bildschirmen zu hause in Echtzeit gegen die tollkühnen Piloten antreten.


Testflug eines X Racers mit Rick Searfoss am Steuer (Quelle: Rocket Racing League).

Hinter dieser Veröffentlichung für die Presse steckt unter anderem Peter Diamandis, der auch den mit 10 Millionen Dollar dotierten Ansari X-Prize initiiert hatte und der im vergangenen Jahr vom Team des ersten privat finanzierten Raumschiffs SpaceShipOne gewonnen wurde. Die Rocket Racing League plant den Bau von zehn Rennraketen, die von den teilnehmenden Teams für eine jährliche Rennserie finanziert und angepasst würden

Die verwendeten Raketen werden von XCOR Aerospace aus Kalifornien hergestellt und heißen EZ Rocket. Bei amerikanischer Aussprache wird daraus „easy“. Das erste Rennen soll in einem Jahr in New Mexico stattfinden.

Eine erste Demonstration mit einer Rakete ist für kommenden Sonntag, den 9. Oktober geplant. Der frühere Space Shuttle Pilot und Kommandant Rick Searfoss wird das Fluggerät steuern. „Die Rennen werden nicht nur neue Standards in der Unterhaltungsindustrie setzen, sondern auch das Interesse der Öffentlichkeit am Weltraum steigern,“ ist sich Diamandis sicher. Er möchte bald selbst eine der Rennraketen fliegen.

Die neuen Raketenflugzeuge werden jedoch nicht den Weltraum erreichen, ja nicht einmal die Schallmauer durchbrechen. Aber sie werden die Kraft raketengetriebener Flugzeuge demonstrieren, indem sie schnell beschleunigen und Kurven mit hoher Belastung für den Piloten fliegen. Die Motoren werden mit flüssigem Sauerstoff und Kerosin angetrieben und stoßen 7 Meter lange Stichflammen aus, die vom Boden aus gut zu sehen sind, wenn die Raketen in zwei Kilometern Höhe vorbei jagen.

Auf riesigen Videoleinwänden sollen Bilder gezeigt werden, die von den Kameras auf den Raketen aufgenommen werden, während die virtuelle Rennstrecke darüber geblendet wird. Auch die Piloten werden diese Rennstrecke auf einem Helmdisplay sehen können. „Über die Fernsehrechte wird noch verhandelt,“ sagte Diamandis.

Die Raketenflugzeuge haben genug Treibstoff für insgesamt drei Minuten Schub und dazwischen etwa 10 Minuten Gleitflug. Sehr wichtig wird also die Geschicklichkeit des Piloten sein, der zu entscheiden hat, wann er den Motor an- und ausstellt. „Für die Piloten ist es ein Spiel bei dem Intelligenz gefragt ist,“ sagte Searfoss.

Videospiele sollen den tatsächlichen Flugeigenschaften der Raketen nachempfunden werden. Dadurch können Spieler von zuhaue aus mit den Piloten um die Wette fliegen.

Patricia Smith von der Luftaufsichtsbehörde FAA sagte zu, dass die Agentur die Rennen regulieren werden. „Diese neuen Rennen sollten helfen, Raketenflüge für die Öffentlichkeit greifbarer zu machen,“ sagte Smith. „Und wie bei Autorennen sollten die Erfahrung helfen, Technologien für den kommerziellen Betrieb zu entwickeln.“  

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Quelle: New Scientist zur Startseite...



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