Startseite Service Partner Sponsoren Impressum Kontakt

Cassini-Huygens
Übersicht
Service
Newsletter bestellen
Artikel kommentieren
Artikel empfehlen



Astro Medien




Klarer Blick auf Hyperion
03.Oktober 2005. Innerhalb weniger Tage flogCassini an den Saturnmonden Tethys und Hyperion vorbei und kam beiden näher als je zuvor. Tethys hat eine alte, zernarbte Oberfläche, während Hyperion sich als fremdartige, wie ein Schwamm aussehende Welt mit dunklen Kraterböden entpuppte.


Saturnmond Hyperion Vergrößerung (37k)(Quelle: NASA).

Zusätzliche Bilder der beiden Monde können Sie auf den Seiten der NASA unter http://www.nasa.gov/cassini finden.

Die Bilder des Vorbeifluges an Tethys vom 24. September 2005 zeigen eine eisige Oberfläche mit steilen Klippen und Kratern. Cassini fotografierte mit dem Südpol des Mondes ein Gebiet, das von der NASA Sonde Voyager nicht beobachtet wurde.

Die riesige Schlucht des Ithaca Chasma schneidet das Antlitz von Tethys. Der größte Teil der Topografie dieses Teils des Mondes einschließlich des Ithaca Chasma ist von Einschlagkratern übersät. Das deutet darauf hin, dass das Ereignis das zu seiner Entstehung führte vor langer Zeit stattgefunden haben muss.

In der Nähe des auffallenden Kraters Telemachus sind die Überreste des sehr alten Kraters Teiresias zu erkennen. Der alt Krater ist durch viele jüngere Einschlagkrater kaum noch auszumachen. Zu erkennen ist noch ein Ring aus kleinen Hügeln an der Stelle des ursprünglichen Kraterrandes. Viele der frisch aussehenden Krater haben ungewöhnlich helle Kraterböden, im Gegensatz zu den dunklen Kratern auf dem taumelnden Mond Hyperion.

Aufnahmen des Saturnmondes Hyperion vom 26. September zeigen eine kraterübersäte Oberfläche die durch einen bislang unbekannten Prozess so verändert wurden, dass sie aussehen wie ein gigantischer Schwamm. Kein anderer Saturnmond hat eine vergleichbare Oberfläche.

Ein Falschfarbenbild von Hyperion zeigt beeindruckende Details und Farbvariationen, die auf unterschiedliche Materialien an der Oberflächen hindeuten. Bei natürlichem Licht betrachtet erscheint Hyperion rötlich.

Die Wissenschaftler sind neugierig zu erfahren, welches dunkle Material die Krater gefüllt hat. Einige Einzelheiten auf der Oberfläche, unter anderem ein 200 Meter breiter Einschlagkrater der umgeben ist von Strahlen und Kratern mit hellen Rändern, lassen vermuten, dass das dunkle Material der Oberfläche nur einige Dutzend Meter dick ist und helleres Material darunter liegt.

Wissenschaftler werden die detailreichen Aufnahmen außerdem nach Anzeichen für Geröll-Lawinen auf Hyperion absuchen. Solche Bewegungen könnten Krater auffüllen oder sogar verschütten, wenn sie sich am Rand größerer Klippen befanden. Die Antworten sollen helfen zu klären, warum Hyperion sich von allen anderen Monden des Saturn unterscheidet.

Cassini passierte Hyperion in einer Entfernung von nur 500 Kilometern. Hyperion ist 266 lang, unregelmäßig geformt und rotiert chaotisch. Sein Inneres besteht wahrscheinlich zu einem großen Teil aus leerem Raum, weshalb der Mond von Wissenschaftlern auch als Schutthaufen bezeichnet wird. Der Vorbeiflug an Hyperion war der einzige, der für die Hauptphase der Mission geplant war.

Tethys wurde von Cassini in einer Entfernung von 1500 Kilometern passiert. Tethys hat einen Durchmesser von 1071 Kilometern und wird im Sommer 2007 ein weiteres Mal von Cassini besucht werden.  

Leserkommentare zu diesem Artikel
tägliche Raumfahrt News mit zusätzlichen Linktipps und Hintergrundinformationen direkt in Ihre MailboxNewsletter jetzt bestellen
Quelle: NASA zur Startseite...



Verwandte Artikel
Hyperion ist eine gefolterte Welt...(16. Aug 2005)

Astroshop Tipp




Copyright 2004-2005 Raumfahrt24.de Portal für Raumfahrt, Astronomie & Weltraumtourismus Herausgeber: Ingo Froeschmann