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CryoSat: Auf eisiger Mission
27.September 2005. Das globale Klima der Erde wird in erheblichem Maß von seinen noch wenig erforschten planetaren Eismassen bestimmt. Ob diese zu- oder abnehmen, soll die am 8. Oktober 2005 beginnende ESA-Satellitenmission CryoSat klären.


Künstlerische Darstellung des Satelliten CryoSat Vergrößerung (840k)(Quelle: ESA).

Der Stoff, an dem sich Forscher und Umweltschützer gleichermaßen reiben und erhitzen ist eiskalt: Gletschereis. Riesige Eisschichten bedecken die nördlichsten und südlichsten Gebiete unseres blauen Planeten. Ihr Einfluss auf das globale Klima ist unbestritten, aber noch wenig erforscht.

Die Einen sehen in ein paar Jahrhunderten einen gewaltigen Meeresspiegelanstieg aufgrund abtauender Eisschilde auf die Menschheit zukommen und geben als Grund die sich ständig erwärmende Erdatmosphäre an. Stichhaltige Beweise für diese gewagte Hypothese fehlen jedoch.

Aber auch die Glaziologen können keine gesicherten Prognosen über das Schmelzen oder gar Wachsen der planetaren Eismassen geben, zumal es für beide Tendenzen widersprüchliche Hinweise gibt. Vieles spricht sogar dafür, dass der Eispanzer am Südpol mächtiger wird.

Damit wird das Dilemma der Forscher offenbar: "Es gibt einfach noch keine verlässlichen Zahlen zum Eiszuwachs oder -verlust", erläutert Prof. Heinz Miller vom CryoSat-Projektbüro am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) die aktuelle Situation.

Das soll sich bald ändern. Ob die planetaren Eismassen tatsächlich zu- oder abnehmen, soll die am 8. Oktober 2005 beginnende ESA-Satellitenmission CryoSat klären. Die "Radaraugen" des Satelliten werden das Polareis mit höchster Präzision vermessen und damit Datenreihen über längere Zeiträume liefern, die es den Forschern ermöglichen, die Klimamodelle weiter zu verbessern.

Für die Europäische Weltraumorganisation ist damit zugleich eine Premiere verbunden. CryoSat ist die erste Mission des ESA-Erderkundungsprogramms "Living Planet". Das Programm wurde 1998 verabschiedet, um mit Spezialsatelliten den globalen Umweltveränderungen auf die Spur zu kommen. In den kommenden Jahren werden weitere Erdbeobachtungssatelliten folgen. Beschlossen sind bereits fünf neue Missionen. Und zahlreiche Projekte befinden sich im Stadium der Prüfung.

In einem Special auf den Internetseiten der ESA werden interessante Details und spannende Hintergrundinformationen zur europäischen Eisforschungsmission CryoSat sowie zum ESA-Erderkundungsprogramm "Living Planet" beschrieben:  

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Quelle: ESA zur Startseite...



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