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Marssonde entdeckt frische Erosionsspuren
21.September 2005. Der Mars Global Surveyor der NASA hat auf einer Sanddüne Rinnen entdeckt, die dort Mitte 2002 noch nicht existierten.


Vergrößerung (Quelle: NASA)

Das ist nur eine der erstaunlichen Entdeckungen des Orbiters, der in diesem Monat seinen neunten Geburtstag im Orbit des Nachbarplaneten feiert. Herabstürzendes Gestein hinterließ ebenfalls Spuren, die vor zwei Jahren noch nicht vorhanden waren. Einschlagkrater die auf Bildern aus den 70er Jahren nicht vorhanden waren, könnten zu einer Anpassung von Altersschätzungen führen. Und drei Marssommer in Folge verringerte sich die Menge an gefrorenem Kohlendioxid am Südpol, was auf einen klimatischen Wandel hindeuten könnte.

„Unsere Primärmission endete bereits Anfang 2001, viele der wichtigsten Entdeckungen haben wir aber erst seitdem gemacht und es könnten noch größere Entdeckungen vor uns liegen,“ sagte Projektmanager Tom Thorpe vom Jet Propulsion Laboratory. Der Orbiter sei in gutem Zustand und könne den Mars möglicherweise weitere fünf bis zehn Jahre beobachten, so Thorpe.

Marsjahre sind etwa doppelt so lang wie Jahre auf der Erde. Die Langlebigkeit des Orbiters ermöglichte die Beobachtung von jährlich wiederkehrenden Phänomenen wie Sandstürmen oder Veränderungen der Polkappen. „Mars ist ein geologisch aktiver Planet auf dem in einer Reihe von Zeithorizonten Veränderungen stattfinden, sogar auf der Oberfläche,“ sagte Dr. Michael Malin, dem Instrumentleiter für die von Malin Space Science Systems gelieferte Kamera an Bord des Orbiters.

“Neue Rinnen und andere Veränderungen auf der Oberfläche innerhalb von wenigen Jahren zeigen uns einen aktiveren und dynamischeren Planeten als von vielen vor der Ankunft des Mars Global Surveyor vermutet wurde,“ sagte Michael Meyer, leitender Wissenschaftler des Marserkundungsprogramms der NASA.

Auf einer Aufnahme vom April 2005 sind zwei Erosionsrinnen erkennbar, die es dort im Juli 2002 noch nicht gegeben hatte. Das Kamerateam des Orbiters hat viele frisch aussehende Rinnen entdeckt und beobachtete über 100 Stellen mehrfach um Veränderungen zu finden und jetzt war die Suche erstmals erfolgreich. Einige der Abflussrinnen an den Seiten großer Dünen könnten entstanden sein, als im Winter angesammeltes gefrorenes Kohlendioxid im Frühling schnell verdampfte. Das entweichende Gas könnte den Sand in Bewegung versetzt haben, so dass dieser die Erosionsmuster verursachte.

An anderer Stelle hinterließen mehr als ein Dutzend Felsbrocken Spuren, als sie zwischen November 2003 und Dezember 2004 einen Abhang hinunterrutschten. „Auslöser war möglicherweise starker Wind oder auch ein Marsbeben,“ sagte Malin.

Andere Veränderungen vollziehen sich langsamer als erwartet. Untersuchungen von Einschlagkratern deuten darauf hin, dass sie nur mit einem Fünftel der zuvor berechneten Häufigkeit auftreten. Die Geschwindigkeit ist von entscheidender Bedeutung, da das Alter verschiedener Oberflächen auf dem Mars durch das Zählen von Einschlagkratern bestimmt wird.

Mars Global Surveyor konnte jahreszeitlich bedingte Schwankungen von Wolken und atmosphärischem Staub auf dem ganzen Planeten feststellen. Tägliche Messungen des Staubanteils in der Marsatmosphäre durch das Wärmeemissionsspektrometer zeigten Staub über großen Gebieten der südlichen Hemisphäre während des dortigen Sommers. Das Ausmaß und die Dauer der Staubstürme war jedoch jeweils unterschiedlich.

Mars Global Surveyor wurde am 7. November 1996 gestartet und erreichte den Mars am 12. September 1997. Die ersten wissenschaftlichen Daten erreichten die Erde am 15. September 1997. Neben seinem eigentlichen Forschungsauftrag unterstützt der Orbiter andere Marsmissionen durch die Suche nach Landeplätzen, die Überwachung atmosphärischer Bedingungen und die Weiterleitung von Daten von der Marsoberfläche zur Erde.  

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Quelle: NASA zur Startseite...



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