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Kleiner Enceladus enthält die Zutaten für Leben
09.September 2005. Saturns winziger Mond Enceladus ist ein „highlight“ der Cassini Mission und sollte als Ziel für die zukünftige Suche nach Leben aufgenommen werden, so Robert H. Brown von der University of Arizona..


Enceladus Vergrößerung (66k) (Quelle: NASA).

„Enceladus ist ohne Zweifel eines der spektakulärsten Dinge die Cassini gesehen hat“ sagt Brown. „Es ist eines der größten Mysterien. Es wird noch lange dauern, bis irgendwer eine gute Erklärung dafür hat, wie Enceladus das tut was er tut und für Wissenschaftler ist das purer Spaß.“

Die Wissenschaftler bekamen einen ersten Einblick in die Geologie des Saturnmondes als im August 1981 die Voyager 2 Sonde am hellen eisigen Mond vorbeiflog. Dabei machte die Sonde Aufnahmen von jungen sanften Gebieten, die darauf hindeuteten, dass der Mond noch vor 100 Millionen Jahren geologisch aktiv gewesen sein muss.

Doch nichts erklärt wie der winzige Mond, der gerade einmal einen Durchmesser von 500 Kilometern hat, heiß genug werden konnte, um zu schmelzen. Da der Mond augenscheinlich nicht genug innere Felsen für ein Radioaktives aufheizen, keinen zu exentrischen Orbit für einen tidal heating (ein aufheizen verursacht durch Gezeitenkräfte) oder genügend Ammoniak für ein herabsetzten des Schmelzpunktes, besitzt.

Die Ergebnisse der Voyager Sonde waren also nicht schlüssig und Enceladus blieb lang ein unlösbares Phänomen. Bis jetzt. Denn nun befindet sich die Cassini Sonde in einer Umlaufbahn um den Planeten Saturn und richtete bereits mehrmals ihre Kameras und Instrumente auf den Mond.

Dabei wurde entdeckt das der zierliche Mond eine auf Wasserdampfbasierte Atmosphäre besitzt, die auch winzige Spuren von Stickstoff, Kohlenstoffdioxoid und anderen (organischen) Kohlenstoffbasierten Molekülen aufweist, die sich vor allem am Südpol des Mondes konzentrieren. Dieser Südpol ist ein so genannter hotspot, d.h. das er wärmer (-183°C) als erwartet (-203°C) ist. Außerdem scheint diese Region geologisch besonders aktiv zu sein.

„Die Art der geologischen Aktivität könnte durch flüssiges Wasser unter der Oberfläche verursacht werden“ sagt Brown. Cassini entdeckte bisher weder Eis Geysire oder Eisvulkane, doch der Mangel an Ammoniak und das bloße Volumen des Wasserdampfes die freigesetzt wird deutet auf eine Art Vulkanismus hin.

„Wir entdeckten einfache organische Moleküle in den so genannten „Tigerstreifen“ (Risse auf der Oberfläche)“ so Brown. Dabei handelt es sich vor allem um Kohlenwasserstoffverbindungen wie Ethan, Methan und Ethen.

Cassinis visual and infrared mapping spectrometer entdeckte aber keinen Stickstoff, dies gelang erst mit dem ion neutral mass spectrometer in der Atmosphäre des Mondes. Wohingegen alle anderen Resultate dieser beiden Instrumente übereinstimmen.

„So haben wir unterirdisches Wasser, einfache organische Verbindungen und aufsteigenden Wasserdampf. Mit der Zeit und Enceladus ist etwa 4,5 Milliarden Jahre alt, könnten daraus einfache Bausteine des Lebens entstehen“ so Brown. „Ob dies auf Enceladus geschehen ist, ist bis heute nicht klar, aber nach den Jupitermond Europa und dem Planeten Mars, haben wir nun einen neuen Ort um nach Leben Ausschau zu halten.“

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