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Portrait: Dennis Tito, erster Weltraumtourist
30. August 2005. Dennis Tito gehört einem kleinen exklusivem Club an. Er hat ihn gewissermassen selbst gegründet. Am 28. April 2001 wurde er zum ersten Weltraumtouristen der Erdgeschichte.


(Quelle: Energia).

Es gab andere vor ihm, die, ohne professionelle Astronauten gewesen zu sein, in den Weltraum gelangt sind. So verbrachte zum Beispiel der japanische Nachrichtenmann Toyohiro Akiyama zehn Tage im All und berichtete aus der Schwerelosigkeit. Auch der erste Araber im All, Sultan Salman Al-Saud, der 1985 bei einer Shuttle Mission mitflog und einen Satelliten ins All aussetzte, war kein professioneller Astronaut. Dennis Tito war der erste für sich selbst zahlende Weltraumtourist der primär den Flug als Erlebnis anstrebte. Sein Flug wird von vielen als Beginn einer neuen Ära der Weltraumerforschung gesehen.

Dennis Tito wurde am 8. August 1940 in Queens, New York, geboren. Sein Vater arbeitete in einer Druckerei, seine Mutter als Näherin. Mit seiner früheren Frau und Geschäftspartnerin Suzanne hat er zwei Söhne, Michael, 26, und Brad, 23.

Nach erfolgtem Studium und fünfjähriger Tätigkeit bei der NASA gründete er 1972 das Finanzunternehmen Wilshire Associates und begründete so seinen Reichtum. Der Wilshire 5000 Index ist der am breitesten gefasste Aktienindex der USA und wird gerne von Alan Greenspan, dem Chef der amerikanischen Notenbank, für Analysen verwendet. Bereits vor seinem 40. Geburtstag hatte er seine erste Million verdient. Es wird geschätzt, dass Dennis Tito etwa 200 Millionen Dollar besaß (vor seinem Raumflug, der ihn schätzungsweise 20 Millionen kostete).

Am 28. April 2001 startete er an Bord einer russischen Sojus-Kapsel mit dem Flug Sojus-TM32 zur Internationalen Raumstation ISS. Zwei Tage später am 30. April 2001 dockte das Raumschiff um 9.59 Uhr MESZ an der Station an. Er wurde von den beiden Kosmonauten Talgat Musabajew und Juri Michailowitsch Baturin auf seiner Reise begleitet. Am 6. Mai 2001 landete Tito ohne Zwischenfälle wieder in der Steppe von Kasachstan.

Sein Plan stieß zunächst auf heftigen Widerstand der US-Weltraumbehörde NASA, schließlich konnten sich aber die russischen Partner durchsetzen. Er bezahlte für den Flug 20 Millionen US-Dollar und trainierte nach eigenen Angaben Hunderte von Stunden im Sternenstädtchen in der Nähe von Moskau. Auch ein Flug in einem „Kotzbomber“ sei dabei gewesen.

In Zukunft sollen Weltraumreisende auch um den Mond fliegen koennen. Space Adventures hat sogar schon einen Preis fuer das Abenteuer genannt: 100 Millionen US Dollar.

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