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Weltraumtourismus, die Zukunft des Reisens
19. August 2005. In den kommenden drei Wochen finden Sie bei Raumfahrt24 in loser Folge eine kleine Serie von Artikeln, die sich dem Weltraumtourismus und den wichtigsten Persoenlichkeiten, die ihn vorantreiben, widmet. Den Anfang macht heute ein Definitionsversuch dieser Art des Tourismus.


(Quelle: Xprize.org). Vergrößerung (61k)

Eine erste Definition bezeichnet Weltraumtourismus als Reise, die die Grenze zum Weltraum, welche allgemein bei 100 Kilometern ueber der Erdoberflaeche angenommen wird, ueberschreitet. Nach dieser Definition hat es erst zwei Weltraumtouristen gegeben (Dennis Tito und Mark Shuttleworth), die jeweils die Internationale Raumstation ISS besuchten. Hierbei muss erwaehnt werden, dass es zwar ein amerikanisches Unternehmen gewesen ist, welches die Fluege organisierte, es jedoch russische Entscheidungstraeger waren, die die Fluege gegen den Widerstand der NASA durchsetzten.

Eine erweiterte Definition des Weltraumtourismus schliesst nicht nur die Reise selbst ein, sondern auch vorbereitende und begleitende Aktivitaeten. Dazu gehoeren unter anderem vorbereitende Trainings, wobei diese auch ohne die Absicht eines spaeteren Raumfluges durchgefuehrt warden koennen. Auch Parabelfluege oder Fluege in Duesenjaegern, bei denen die Teilnehmer Schwerelosigkeit beziehungsweise ein mehrfaches der Erdanziehung erleben, sind eine Attraktion fuer sich und koennen in den USA oder in Russland durchgefuehrt werden (Anmerkung des Autors: Ich befinde mich derzeit in Venezuela und habe heute Morgen ein Lucky Strike Werbeplakat gesehen, dass einen Flug in einer MIG von Russland aus als Hauptgewinn eines Preisausschreibens anpreist). Ein Anbieter von Parabelfluegen in Oesterreich musste leider aufgrund von buerokratischen Hindernissen nach 80 zufriedenen Teilnehmern seine Fluege einstellen. Zuletzt fallen auch Besuche von Weltraumbahnhoefen und das Zuschauen bei einem Raketenstart unter die erweiterte Definition des Weltraumtourismus.

Um den Weltraumtourismus zu foerdern, wurden auch Preise wie der X-Prize oder der America´s Space Prize ausgelobt. An vorderster Front steht bei diesen Preisen der ideelle Wunsch der Veranstalter, die Grenze zum Weltraum zu oeffnen. Finanzielle Aspekte stehen oft im Hintergrund und muessen es auch, da es ein teures Unterfangen ist, das hoechstens langfristig Gewinne abwerfen kann. So sind es oft lang gehegte Traeume, die sich Persoenlichkeiten mit den entsprechenden finanziellen Moeglichkeiten nun erfuellen moechten.

Insgesamt steckt der Weltraumtourismus also noch in den Kinderschuhen, hat aber das Potential, die Phantasie vieler Menschen anzuregen, eine Situation, die vielleicht vergleichbar ist mit den Anfaengen der Luftfahrt zu Beginn des 20. Jahrhunderts. In den kommenden Wochen koennen Sie einige der Maenner (ja, es sind nur Maenner) kennenlernen, fuer die der Weltraum zur Mission, Passion, Berufung oder auch zum Beruf geworden ist.    

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Quelle: Raumfahrt24 zur Startseite...



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