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Startfenster für Atlantis schrumpft
08. August 2005. Das nächste Space Shuttle werde nicht vor dem 22. September starten können, da die Ingenieure sich bis dahin bemühen werden, eine Lösung für das Problem der während des Starts vom Außentank abblätternden Isolierung zu finden, so ein Sprecher der amerikanischen Weltraumbehörde.


Sicherlich ein Highlight der aktuellen Discovery Mission Vergrößerung (800k) (Quelle: NASA).

Die NASA hatte ursprünglich den 9. September als Startdatum für die Raumfähre Atlantis vorgesehen, der als weitere Testflug für Veränderungen gedacht war, die nach der Columbia Katastrophe eingeführt wurden. Der von Außentank abgeblätterte Hartschaum der aktuellen Discover Mission und einige andere Aktivitäten haben sich in das Zeitfenster hinein gefressen, das am 26. September enden wird.

„Wir halten an einem Start im September fest, so lange wir genügend Vorbereitungszeit haben,“ sagte NASA Administrator Michael Griffin. „Wenn die Jungs kommende Woche sagen, dass sie das Problem mit dem Schaum endlich verstehen, dann machen wir weiter mit den Startplanungen.“

Griffin hat eine von ihm als „Tiger Team“ bezeichnete Expertengruppe eingesetzt, um das Problem zu untersuchen. Die Gruppe soll kommende Woche dem ISS Programm Manager William Gerstenmaier einen ersten Bericht abliefern.

Gerstenmaier sagte außerdem, er habe ein internes NASA Dokument aus dem Jahr 2004, in dem laut New York Times die Qualitätskontrolle bei der manuellen Befestigung des Hartschaums kritisiert wird. Der Report komme zu dem Ergebnis, dass die Ingenieure die winzigen Unterschiede beim manuellen Anbringen des Schaums nicht sorgfältig genug beobachten würden., so die Times.

„Das Dokument ist bestimmt Teil der Dokumentation die die Teams verwenden,“ sagte Gerstenmaier. „Wir sehen uns die Informationen an und schauen, ob es uns technisch bei der Veränderung der Abläufe weiter hilft.“

Während des Starts der Raumfähre Discovery am 26. Juli zeigten Aufnahmen einer am Außentank angebrachten Kamera, wie einige Stücke der Schaumisolierung abblätterten. Ein größeres Stück löste sich von einer Rampe, die ursprünglich als unanfällig für das Schaumproblem galt. Das Stück traf die Raumfähre zwar nicht, aber drei weitere Stücke, die zu groß waren um ignoriert zu werden, taten es.

Die abblätternden Schaumstücke enttäuschten sowohl die Ingenieure als auch die Besatzung der Discovery, hatte die NASA doch in den vergangenen zweieinhalb Jahren 200 Millionen Dollar in die Lösung dieses Problems investiert. NASA Vertreter sagten, sie würden kein weiteres Shuttle starten, bevor das Problem gelöst sei.

Gerstenmaier sagte, dass während des Starts der Raumfähre Discovery und in den nachfolgenden Inspektionen im All eine Fülle an Bildmaterial gesammelt worden sei, dass die Ingenieure sichten würden um mehr über das Problem zu erfahren.

Erst dann werden die Ingenieure über eine eventuelle Anpassung des Außentanks der Raumfähre Atlantis entscheiden. Der Außentank befindet sich bereits am Kennedy Space Center und ist bereits mit Feststoffraketen versehen worden.

Ein erster Starttermin am 22. September verkürzt das zur Verfügung stehende Startfenster um gut zwei Wochen, es bleiben jedoch noch eine Reihe von möglichen Startterminen innerhalb des Fensters.

„Damit haben wir immer noch vier Startgelegenheiten gegen Ende des Startfensters und genügend Zeit für die Vorbereitung,“ sagte Gerstenmaier.    

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Quelle: Space.com zur Startseite...



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