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Riesige Asteroiden veränderten die Erde
08. August 2005. Ein Schwarm von mindestens drei Asteroiden, jeder zwischen 20 und 50 Kilometer groß, kollidierte vor über 3,2 Milliarden Jahren mit der Erde und verursachte tief greifende Veränderungen im Aufbau und der Zusammensetzung der Erdkruste, so eine neue Studie der Australian National University.


Bild des Asteroiden EROS, aufgenommen von der NASA Sonde NEAR Vergrößerung (Quelle: NASA).

Nach Aussage der Wissenschaftler Dr. Andrew Glikson und John Vickers haben die Einschläge dieser Asteroiden starke Erdbeben, Verwerfungen, Vulkanausbrüche und Magmaveränderungen tief unter der Erdoberfläche verursacht. Dadurch wurde in Teilen der Erdkruste deren Entwicklung unterbrochen.

Die Studie baut auf früheren Entdeckungen von außerirdischen Einschlagsablagerungen auf, die von zwei US Wissenschaftlern in Südafrika gefunden worden waren. Die australische Studie untersuchte die Auswirkungen der Einschläge im Westen Australiens.

„Unsere Funde liefern weitere Beweise dafür, dass die seismischen Nachwirkungen dieser starken Einschläge ein abruptes Ende eine zuvor 300 Millionen Jahre andauernden Entwicklungsstufe herbeiführten,“ sagte Dr. Glikson.

Die Identifizierung von Auswurfmaterial – also Material, das durch den Asteroiden zur Erde befördert wurde – geschieht über einzigartige Mineralien und chemische oder isotopische Zusammensetzungen, die nur außerirdischen Ursprungs sein können.

Das Auswurfmaterial aus der Region Barberton im östlichen Transvaal (Südafrika) deuten auf die Entstehung von Einschlagkratern von mehreren 100 Kilometern Durchmesser in ozeanischen Gebieten hin, ähnlich den Mariae auf dem Mond. Die seismischen Effekte der Einschläge waren unter anderem vertikale Verschiebungen der Erdkruste, Freilegung von Tiefengestein und der Beginn der Kontinentalbildung auf Teilen der Erdoberfläche.

In der Pilbara Region (Nordwestaustralien) finden sich 250 Meter breite und 150 Meter tiefe Senken und verschüttete Schluchten. Eine Periode starker vulkanischer Aktivität konnte auf eine Zeit vor 3,24 Milliarden Jahren datiert werden.

“Die genaue zeitliche Übereinstimmung von Verwerfungen und Magmaausbrüchen mit den Einschlagauswürfen, kombiniert mit einem Übergang von Basaltbildung zu Kontinentalbildung, wirft neues Licht auf die Rolle von Asteroideneinschlägen bei der Evolution der Erde,“ sagte Glikson.

Vorläufige Studien zeigen, dass auch der Mond zur gleichen Zeit von Asteroideneinschlägen und verstärkter vulkanischer Aktivität betroffen war.

Glikson und Vickers werden weitere Untersuchungen bezüglich der Auswirkungen von Asteroideneinschlägen in anderen seit der Frühzeit der Erde wenig veränderten Gebieten der Erde, unter anderem in Kanada und Indien, vornehmen.    

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Quelle: Australian National University zur Startseite...



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