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Wissenschaftler jagen einen Sturm
02. August 2005. Eine Gruppe von Wissenschaftlern aus Frankreich und Großbritannien haben mit dem Sonnenobservatorium SOHO, ACE und den vier Cluster Sonden eine riesige Sonneneruption von ihrer Entstehung bis zum Eintreffen auf der Erde verfolgt.


Dieses aus Aufnahmen von verschiedenen Instrumenten an Bord von SOHO zusammengesetzte Bild zeigt den Moment der Eruption am 20. Januar 2004. Das innere Bild wurde mit dem Bildteleskop gemacht und zeigt die Sonnenscheibe im extremen Ultraviolettbereich. Die weiße Region am südlichen Sonnenrand zeigt die Eruption. Der blaue äußere Ring wurde mit dem LASCO Teleskop aufgenommen und zeigt weiße Zonen, in denen verdichtetes Gas und Magnetfelder die Sonne mit Geschwindigkeiten von über 900 Kilometern pro Sekunde verlassen Vergrößerung (616k) (Quelle: ESA).

Das Team unter der Leitung von Wissenschaftlern des University College London identifizierte den Ursprung eines koronalen Massenauswurfs (coronal mass ejection, CME) und analysierte, wie sich sein Magnetfeld auf dem Weg zur Erde veränderte.

Ausgelöst durch riesige Explosionen auf der Sonne mit der Energie von Millionen von Atombomben, können CME’s die Erde erreichen und umhüllen. Verursacht werden sie durch die Kollision von ringförmigen Magnetfeldlinien unterschiedlicher Polarität auf der Oberfläche der Sonne.

„Es hat viele Spekulationen über die Form des Magnetfeldes und wie es sich auf dem Weg zur Erde verändern könnte gegeben. Durch die Verwendung verschiedener Satelliten konnten wir feststellen, dass sich das Magnetfeld während seiner Reise nur sehr wenig verändert,“ sagte Dr. Louise Harra vom  Mullard Space Science Laboratory der Londoner Universität.

Das Magnetfeld der Erde, die Magnetosphäre, schützt unseren Planeten größtenteils vor diesen Explosionen, wenn ein CME Feld jedoch direkt mit der Magnetosphäre kollidiert, können elektromagnetische Stürme entstehen, deren Folgen Stromausfälle und Schäden an Kommunikationsnetzwerken und Satelliten sein können.

„Wenn wir Stürme erfolgreich vorhersagen wollen, dann müssen wir CME’s, die auf die Erde gerichtet sind, in dem Moment erkennen, in dem sie die Sonne verlassen,“ sagte Dr. Harra.

Die untersuchte Sonneneruption wurde am 20 Januar 2004 von SOHO entdeckt. Durch die  SOHO Daten konnte auch der genaue Ursprungsort bestimmt werden.

Zwei Tage später passierte das Magnetfeld auf dem Weg zur Erde die vier Cluster Sonden der ESA, deren Anordnung eine Messung der Geschwindigkeit und der Richtung des Feldes ermöglichte. Ähnliche Messungen wurden durch den NASA Satelliten ACE (Advanced Composition Explorer) geliefert.

SOHO und Cluster ergänzen sich gegenseitig. Während SOHO die Eruptionen „sehen“ kann, werden sie von den Cluster Sonden „gefühlt“. Unser nächster Schritt wird sein, Eruptionen auf der Oberfläche der Sonne vorherzusagen,“ sagte Harra.  

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Quelle: ESA zur Startseite...



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Tipp: Bar Globus




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