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Spitzer findet Bausteine des Lebens in jungen Galaxien
29. Juli 2005. Wissenschaftler verwendeten das Spitzer Weltraumteleskop, um in weit entfernten Galaxien nach organischen Molekülen zu suchen. Die untersuchten Galaxien haben etwa ein Viertel des Alters des Universums.


Moleküle in fernen Galaxien. Künstlerische Darstellung (Quelle: Spitzer).

Die großen Moleküle, so genannte polyzyklische aromatische Kohlenstoffe, bestehen aus Kohlenstoff und Wasserstoff. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es sich bei um die Bausteine des Lebens handelt.

Diese komplexen Moleküle kommen auf der Erde sehr häufig vor. Sie entstehen jedes mal, wenn kohlenstoffhaltige Materialien nicht vollständig verbrennen. Man findet sie in rußigen Abgasen von Autos und Flugzeugen, aber auch in gegrillten Hamburgern oder verbranntem Toast.

Die Moleküle sind in unserer Galaxie überall vorhanden und spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Sternen und Planeten. Spitzer ist das erste Teleskop, das die Moleküle auch in jungen Galaxien nachgewiesen hat.

“Das sind 10 Milliarden Jahre weiter in der Vergangenheit als bisherige Beobachtungen,“ sagte Dr. Lin Yan vom Spitzer Science Center am California Institute of Technology.

Frühere Anstrengungen – der Infrared Astronomical Satellite und das Infrared Space Observatory - entdeckten diese Art von Galaxien und Molekülen in größerer Nähe zu unserer Milchstraße. Die Empfindlichkeit von Spitzer 100 Mal größer als die der vorangegangenen Missionen und ermöglichte so die neuen Entdeckungen.

Da die Erde etwa viereinhalb Milliarden Jahre alt ist, existierten organische Materialien bereits im Universum, bevor die Sonne und unser Sonnensystem entstanden. Die Materialien könnten sogar die Entstehung des Sonnensystems verursacht haben.

Spitzer entdeckte die organischen Materialien in Galaxien, in denen in kurzer Zeit sehr viele Sterne entstanden. Diese so genannten „star-burst“ Galaxien sind im optischen Bereich fast unsichtbar, da sie sehr weit entfernt sind und außerdem viel Staub enthalten, der Licht absorbiert. Derselbe Staub glüht jedoch im Infrarotbereich, und kann deshalb von Spitzer leicht gefunden werden.

Spitzer’s Infrarotspektrometer zerteilte das Licht der fernen Galaxien in auffällige Muster, die das Vorhandensein organischer Komponenten anzeigen. Diese organischen Muster gaben den Wissenschaftlern die Möglichkeit, die Entfernung der Galaxien zu messen. Es ist das erste Mal, dass Wissenschaftler eine Entfernung von 10 Milliarden Lichtjahren anhand eines Fingerabdrucks von polyzyklischen Kohlenwasserstoffen messen konnten.

“Die komplexen Verbindungen verraten uns, dass zu der Zeit, in der wir die Galaxien beobachten, bereits mehrere Generationen von Sternen entstanden sind,“ sagte Dr. George Helou vom Spitzer Science Center. „Planeten und auch Leben hatten also sehr früh die Möglichkeit zu entstehen.“  

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Quelle: Space Adventures zur Startseite...



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