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Deep Impact Staubwolke größer als erwartet
11. Juli 2005. Daten der Instrumente an Bord von Deep Impact deuten auf eine riesige Wolke von feinem, pulverigem Material hin, dass durch den Einschlag des 370 Kilogramm schweren Kupferblocks aufgewirbelt wurde. Es scheint, als sei der Komet selbst bedeckt von diesem pulverigen Material. Noch waten die Wissenschaftler durch Gigabytes an Daten, die am 4. Juli gesammelt wurden.


Dieses Falschfarbenbild zeigt Tempel 1 etwa 50 Minuten nach dem Einschlag Vergrößerung (61k) (Quelle: NASA)

„Die größte Überraschung war die Undurchsichtigkeit der Wolke, die durch den Einschlag entstand, und das Licht, dass von ihr ausging,“ sagte Dr. Michael A’Hearn, Leiter der Mission von der University of Maryland. „Das deutet darauf hin, dass der Staub an der Oberfläche des Kometen extrem fein ist, also eher die Konsistenz von Talkumpuder besitzt als von Sand. Und die Oberfläche ist sicherlich nicht so, wie die meisten Menschen sich einen Kometen vorstellen, nämlich als Eiswürfel.“

Wie kann ein durch unser Sonnensystem rasender Komet aus einer Substanz bestehen, die weniger dicht ist als Schnee oder sogar Talkumpuder?

„Sie müssen sich dass im Zusammenhang mit der Umwelt des Kometen vorstellen,“ sagte Dr. Pete Schultz, Deep Impact Wissenschaftler an der Brown University in Providence. „Dieses stadtgroße Objekt fliegt in einem Vakuum um die Sonne. Die einzige Störung erfährt der Komet bei der Annäherung an die Sonne, wobei der Komet erwärmt wird, oder wenn jemand einen 370 Kilogramm schweren Klotz nach ihm wirft.“

Der Datenanalyseprozess befasst sich mit jedem einzelnen der 4500 Bilder, die die drei Instrumente an Bord von Deep Impact aufgenommen haben.

„Wir schauen uns vom letzten Bild vor dem Einschlag bis zum letzten Rückblick der Sonde einige Stunden später jede Aufnahme genau an,“ sagte A’Hearn. „Die letzten Bilder vor dem Einschlag sind wirklich bemerkenswert. Wir sind in der Lage, Objekte auszumachen, die einen Durchmesser von nur vier Metern haben. Das ist fast zehn Mal besser als bei früheren Kometenmissionen.“

Die letzten Augenblicke des Impaktors waren wichtig, denn sie schafften die Voraussetzungen für alle nachfolgenden wissenschaftlichen Entdeckungen. Das Wissen um den Ort und den Einschlagwinkel des Impaktors ist der beste Ausgangspunkt. Die Ingenieure wissen bereits, dass der Impaktor, nicht unerwartet, vor dem Aufprall von zwei Teilchen der Koma getroffen wurde. Die Einschläge drehten die Bordkamera für einige Augenblicke, bevor das Lagekontrollsystem sie wieder ausrichtete. Der Impaktor traf in einem Winkel von etwa 25 Grad auf der Oberfläche des Kometen auf. Einen Moment später begann das Feuerwerk.

Der Feuerball aus vaporisiertem Kupfer und Kometenmaterial schoss in den Himmel. Es dehnte sich mit 5 Kilometern pro Sekunde schnell aus und der Krater entstand. Wissenschaftler analysieren noch die Daten, um die exakte Größe des Kraters zu ermitteln. Letzte Schätzungen gehen von einem Krater von vielleicht 250 Metern Durchmesser aus.

Deep Impact selbst hat die Erwartungen während des nahen Vorbeiflugs übertroffen. Die Sonde ist inzwischen mehr als 3,5 Millionen Kilometer von Tempel 1 entfernt und entfernt sich weiter mit 37 000 Kilometern pro Stunde. Sämtliche Bordsysteme werden einer eingehenden Prüfung unterzogen, und es scheint, als sei die Sonde in exzellenter Verfassung.    

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Quelle: NASA zur Startseite...



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