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Staub und Gas von Tempel 1
07. Juli 2005. Das Optical Ground Station Telescope(OGS) der ESA befindet sich im Teide Observatorium auf Teneriffa auf den Kanarischen Inseln. Mit dem 1-Meter-Teleskop wurden Gas und Staub des Kometen 9P/Tempel 1 untersucht.


Vergrößerung (33k)(Quelle: ESA)

Zwei unterschiedliche Filter wurden in unterschiedlichen Wellenlängen des sichtbaren Lichts verwendet, um verschiedene Aspekte des Kometen zu untersuchen. Rote „Breitband“-Filter ermöglichten die Abbildung von Staub, während „engere“ blaue Filter, die nur Kohlenstoffkomponenten des Gases heraus filterten, zur Beobachtung der Gasemissionen des Kometen verwendet wurden.

Die ersten beiden Bilder wurden mit dem breiten roten Filter aufgenommen, jeweils vier Tage vor und 15 Stunden nach dem Aufprall der amerikanischen Forschungssonde. Die Bilder wurden zehn Minuten belichtet und zeigen den Staub in der Koma des Kometen. Die Helligkeit des Staubes war um 50 Prozent angestiegen.

Eine starke Ausgasung, ein Jet, ist als direkte Folge des Einschlages entstanden. Der Jet zeigt in nord-nordwestlicher Richtung. Die Koma ist insgesamt sehr asymmetrisch. Sämtliche Strukturen können auf den vom Einschlag ausgelösten Ausbruch zurückgeführt werden.

Quelle: ESA)

Die zweite Bildgruppe wurde mit dem engen Filter des OGS aufgenommen (C2 Emissionsband). Die Bilder zeigen das Gas der Koma, vermischt mit kleineren Staubteilchen, die in den ersten beiden Bildern nicht erkennbar waren.

Die Aufnahmen wurden jeweils zwei Tage vor und 16 Stunden nach dem Aufprall gemacht. Hier ist die Helligkeit der Koma ebenfalls um 50 Prozent angestiegen. Auch der gleiche starke Jet ist sichtbar.

(Quelle: ESA)

Das dritte Bildpaar zeigt Tempel 1 etwa 16 Stunden nach dem Aufprall. Die Bilder zeigen die Reflexion von blauem (BC Filter) und rotem (RC Filter) Licht durch den Staub um den Kometenkern.

Die Reflexionen zeigen Staubteilchen unterschiedlicher Größe, wobei die blauen Teilchen kleiner sind als die roten. Es ist eindeutig, dass der Jet aus kleineren Staubteilchen nach Norden zeigt, während der Jet aus größeren Teilchen um etwa 45 Grad nach Nordosten gedreht ist.

Das bedeutet, dass die Richtung, in der die Staubteilchen nach dem Aufprall geschleudert wurden, anscheinend abhängig ist von der Teilchengröße.    

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