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Blitz über Tempel 1
05. Juli 2005. Das schnelle Ende des Deep Impact Geschosses hat einen riesigen Lichtblitz erzeugt, der eine exzellente Beleuchtung, ganz so wie bei einem Blitzlicht, für die beiden Kameras an Bord der Muttersonde lieferte. Wissenschaftler nehmen an, dass das 370 Kilogramm schwere Kupfergeschoß durch den Aufschlag mit einer Geschwindigkeit von 37 000 Stundenkilometern vollständig pulverisiert wurde.


"Der Blick zurück" von Deep Impact (Quelle: Hubble).

„Man kann es nicht verhindern, dass bei einem Zusammenstoß bei dieser hohen Geschwindigkeit ein großer Blitz entsteht,“ sagte Co-Missionsleiter Dr. Pete Schultz. „Die durch den Einschlag verursachte Temperatur betrug wenigstens einige 1000 Grad Kelvin und bei dieser extremen Temperatur fängt fast jedes Material an zu glühen. Im Grunde genommen haben wir ein eigenes Blitzlicht von weniger als einer Sekunde Dauer erzeugt.“

„“Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“ lautet das Sprichwort,“ sagte Deep Impact Projektmanager Rick Grammier. „Wenn sie einen Blick auf einige der Bilder vom Morgen des 4. Juli 2005 werfen, denke ich, dass man auch eine ganze Enzyklopädie darüber schreiben könnte.“

Auf einer Pressekonferenz später am Tag wurde vom Missionsteam ein Videofilm mit den letzten Eindrücken des Impaktors gezeigt. Das letzte Bild wurde etwa drei Sekunden vor der Zerstörung aufgenommen.

„Das letzte Bild wurde aus einer Entfernung von 30 Kilometern aufgenommen,“ sagte Missionsteamleiter Dr. Michael A’Hearn. „Aus dieser Distanz können wir auf der Oberfläche Einzelheiten bis zu einer Größe von weniger als vier Metern erkennen. Als ich mich für dieses Projekt anheuern ließ, wollte ich einen Kometen aus der Nähe sehen...aber das ist zum verrückt werden...im positiven Sinne.“

Die mit dem Aufprall befassten Wissenschaftler waren nicht die einzigen, die ihre Daten genau untersuchten. Auch das Team der Flugkontrolle analysierte die letzten Flugstunden des Geschosses genau. Als die Telemetriedaten der ersten selbständigen Kurskorrektur des Impaktors eingingen, zeigten sie, dass er sich vom Pfad des Kometen entfernte.

„Man kann ohne Übertreibung sagen, dass wir die Flugbahn des Impaktors ziemlich genau verfolgt haben,“ sagte Deep Impact Navigator Shyam Bhaskaran. „Durch das erste Manöver der Flugsoftware (vergleichbar mit einem Autopiloten) gerieten wir etwa sieben Kilometer vom Kurs ab. Das war zwar nicht unerwartet, aber wir hatten gehofft so etwa nicht zu sehen. Die zweite und dritte Kurskorrektur brachten uns dann genau auf Kurs.“

Ungeklärt ist weiterhin die Größe des Einschlagkraters, den der Aufprall erzeugt hat, nach der Größe der Wolke aus Eis und Staub zu urteilen, die dabei erzeugt wurde, ist aber eher ein größerer Krater entstanden.    

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Quelle: NASA zur Startseite...



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