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Die Raketenpläne des Amazon Gründers Jeff Bezos
04. Juli 2005. Multimilliardär Jeff Bezos, Gründer und Direktor von Amazon.com, ist in das Raketengeschäft eingestiegen. Die Details über die Arbeiten der Blue Origin Group am „Bezos Booster“ waren bisher eher dürftig.


(Quelle: DLR).

Vergangenen Monat begann Blue Origin damit, genauere Spezifikationen der Raketenpläne darzulegen, nachdem sie teilweise bei öffentlichen Diskussionen in den texanischen Ortschaften Van Horn und Dell City bekannt wurden.

Die Treffen waren Sondierungsgespräche, wie sie von der Luftaufsichtsbehörde (Federal Aviation Authority, FAA) von Unternehmen verlangt werden, die eine Lizenz zum Betrieb eines Fluggeräts anstreben.

Nach Informationen auf der Internetseite von Blue Origin sucht das Unternehmen intensiv nach neuen Mitarbeitern. Seit Juni 2003 habe sich das Personal des in Seattle stationierten Design Teams von Blue Origin verdoppelt. „Blue Mitarbeiter“, so die Seite, hätten in der Vergangenheit Schlüsselrollen bei der Entwicklung verschiedener Raumfahrtprogramme gespielt, unter anderem bei Delta Clipper, Sea Launch, Kistler K1, Beal Aerospace, Space Shuttle, Iridium und National Missile Defense.

Nach den Informationen lokaler Zeitungen wurden während der öffentlichen Gespräche die folgenden Informationen bekannt:
  • Blue Origin plant das Design, den Bau und den Betrieb einer Reihe von wiederverwendbaren Startraketen. Das erste Vehikel würde senkrecht starten und landen und nach ausgiebigen Tests in verschiedenen Höhen eines Tages drei oder mehr Astronauten an den Rand des Weltraums transportieren.
  • Die Entwicklung soll in kleinen Schritten erfolgen, die aufeinander aufbauen. Der früheste Termin für einen Flugtest ist derzeit das vierte Quartal 2006, natürlich vorausgesetzt, das vorangegangene Tests erfolgreich waren.
  • Blue Origin schätzt die Phase der Testflüge auf eine Dauer von drei bis fünf Jahren. Anschließend können reguläre kommerzielle beginnen. In der frühen Phase sind weniger als 25 Testflüge pro Jahr geplant. Eventuell sind in sieben Jahren dann 25 Testflüge in einem Jahr möglich.

  • Startraketen werden in der Gegend von Seattle im Bundesstaat Washington hergestellt und dann zum Start nach Texas transportiert.
Der Bau des Startkomplexes wird Anfang 2006 begonnen werden und etwa ein Jahr in Anspruch nehmen. Der sich selbst versorgende Komplex bekommt ein eigenes Kraftwerk und auch bei der Wasser,- und Abwasserversorgung ist der Startkomplex autark. Die Datenverarbeitung wird ebenfalls vor Ort angesiedelt sein.

Das Design
Ein ehemals auf der Internetseite von Blue Origin verfügbares Dokument beschrieb das geplante Design der ersten Raketen: ein Antriebsmodul und eine Kapsel für die Besatzung. Wasserstoffperoxid und Kerosin sollen als Treibstoffe benutzt werden.

Die Rakete soll komplett wiederverwendbar sein und unter der Kontrolle des Bordcomputers fliegen. Unter normalen Flugbedingungen soll es keine Bodenkontrolle geben.

Nach einem senkrechten Start von einer Betonplattform soll die Rakete auch in der Nähe der Startrampe landen. Das Fluprofil ähnelt dem des von NASA und Pentagon gesponserten Delta Clipper, der in den frühen Neunziger Jahren mehrfach geflogen war.

Gerüchteküche
Während Blue Origin nach und nach Details über ihre Pläne veröffentlicht, kommen Berichte über tatsächliche Tests der Hardware noch aus der Gerüchteküche. Es gibt einen Bericht von einem unbemannten Senkrechtstart, bei dem vier Turbojet Motoren zum Einsatz kamen. Die Motoren wurden dem Bericht zufolge außerhalb der USA bestellt.    

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Quelle: Space.com zur Startseite...



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