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Was braucht ein Weltraumtourist?
24. Juni 2005. Experten der Paragon Space Development Corporation aus Arizona haben untersucht, was notwendig ist, damit sich staunende Weltraumtouristen auf ihrem suborbitalem Flug wohl fühlen.


Das Willkommensschild ist aufgehängt!Vergrößerung (53k) (Quelle: William Deaver/Mojave Desert News).

Paragons Direktor Taber MacCallum und sein für die Technik zuständiger Kollege Grant Anderson haben den Eindruck, dass sich die Mehrzahl der Raumschiffkonstrukteure auf die Technik, die Finanzierung und die Logistik verstehen, aber dem Komfort und dem Wohlbefinden der Reisenden eher wenig Aufmerksamkeit entgegenbringen, obwohl diese am Ende die Rechnung bezahlen sollen.

„Die Konstrukteure achten auf jeden Fall auf die Sicherheit der Passagiere, aber menschliche Faktoren stünden nicht im Mittelpunkt,“ sagte MacCallum. Er und Anderson haben deshalb eine provisorische Liste der Dinge erstellt, die Konstrukteure beachten sollten.
  • Bewegungsfreiheit während der Phase der Mikrogravitation
    Bei weitem der aufregendste Aspekt der Schwerelosigkeit ist die Möglichkeit, den eigenen Körper zu erleben, wie er von der zweidimensionalen Existenz befreit wird und in eine dreidimensionale übergeht. Platz wird zwar begrenzt sein, aber ein großes Plus wird die Möglichkeit sein, sich zu bewegen und zu schweben, ohne dem Mitreisenden den Fuß in den Magen zu rammen. Dazu wird zusätzliches Training vor dem Flug benötigt.
  • Keine sperrigen Anzüge, Helme oder Masken, die das Sichtfeld einengen
    Der Vorteil eines Suborbitalfluges gegenüber einem Parabelflug ist die Aussicht. Das könnte der hauptsächliche Grund für die meisten Touristen sein: eine einzigartige Aussicht. Mit einer Astronautenauszeichnung („Astronaut wings“) kann man auf jeder Party angeben, aber die Aussicht ist das, was die Touristen nicht vergessen werden und wovon sie ihren Familien und Freunden berichten werden.
  • Gute Fenster
    Ein beschlagenes oder vereistes Fenster könnte ein Grund sein, warum Passagiere ihr Geld zurückfordern. Ein robustes und gut funktionierendes System zur Feuchtigkeitskontrolle an Bord ist daher unerlässlich. Sechs bis acht Personen können beträchtliche Mengen Wasser in die Luft abgeben, die beseitigt werden müssen.
  • Wenig oder kein Lärm während der Mikrogravitationsphase
    Die meisten Laien wissen nicht, wie laut ein Raumschiff sein kann. Kühlaggregate, Ventilatoren und Ventile tragen alle zum Lärmpegel bei. Das sollte wenigstens während der Phase der Schwerelosigkeit minimiert werden.
Pinkelpausen
Ein weiteres heikles Thema ist der raumkranken Passagier. MacCallum und Anderson bestehen auf einer aktiven Kontrolle von Gerüchen sowie auf einer schnellen Entfernung von Erbrochenem. „Die Zahlung von 200 000 Dollar, um dafür dem Abendessen eines anderen zu auszuweichen, werden das Erlebnis trüben und die Mund zu Mund Propaganda des Kunden negativ beeinflussen.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die menschlichen Bedürfnisse. Eine provisorische Toilette mit einem Blickschutz sollte zumindest an Bord sein. Auch hier müssen Gerüche schnell beseitigt werden.

„Trotz aller Bestrebungen, die Passagiere vor dem Flug „auszutrocknen“, können die Aufregung und das Adrenalin die Blasen- und Darmtätigkeit anregen,“ sagte MacCallum.

Auch in der unnatürlichen Umgebung des Weltraums gibt es also natürliche Bedürfnisse.    

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Quelle: Space.com zur Startseite...



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