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Erster Blick auf den Kern des Kometen Tempel 1
22. Juni 2005. Erstmals haben Wissenschaftler Bilder der Kometensonde Deep Impact bearbeitet und dabei den Kern des Kometen trotz der Gas- und Staubwolke, die den Kometen umgibt, sichtbar machen können. Die Bilder liefern wichtige Informationen über das Missionsziel: Das Herz des Kometen Tempel 1.


(Quelle: NASA).

Die Bilder wurden Ende Mai mit der Kamera für mittlere Auflösungen aus einer Entfernung von etwa 20 Millionen Kilometer gemacht. Die unbearbeiteten Bilder zeigen die Koma, eine große Wolke aus Staub und Gas um den Kometen. Die Wissenschaftler verwendeten jedoch einen photometrischen Trick um den Kometenkern von seiner Umgebung zu unterscheiden. Die wesentlich größere, aber weniger dichte Atmosphäre wurde mathematisch identifiziert und dann von den ursprünglichen Bildern „subtrahiert“. Übrig blieb ein heller Punkt in der Mitte der Koma.

Wie im Bild zu sehen, hat Deep Impact eine gut sichtbare Koma mit einem hellen Punkt in der Mitte aufgenommen. Die Helligkeit des Kerns, wie sie mit Hilfe dieser Bilder bestimmt wurde, entsprach in etwa der von durch Spitzer und Hubble Aufnahmen vorhergesagten Helligkeit. Zur Zeit trägt der Kometenkern etwa 20 Prozent der Gesamthelligkeit des Kometen bei.

Die frühzeitige Identifizierung des Kerns in diesen Bildern hilft uns bei der Einstellung der Belichtungszeiten für die Begegnung am 4. Juli,“ sagte Michael Bulton, stellvertretender Missionsleiter für Deep Impact. „Als nächstes müssen wir anhand weiterer Aufnahmen feststellen, wie der Komet im All rotiert, um zu bestimmen, welchen Teil des Kometen der Impaktor treffen wird.“

Deep Impact - bestehend aus einer Beobachtungssonde und einem waschmaschinengroßen Impaktor – hat insgesamt vier Instrumente an Bord. Die Sonde hat zwei Kameras und ein Infrarotspektrometer an Bord, der Impaktor ist mit einer einzelnen Kamera ausgestattet. Die von Ball Aerospace & Technologies Corporation gebauten Instrumente sind im wesentlichen mit Teleskopen verbundene Digitalkameras. Sie werden vor, während und nach dem Einschlag des Impaktors Aufnahmen machen.

Anfang Juli wird das Gespann nach einer Reise von etwa 450 Millionen Kilometern den Kometen Tempel 1 erreichen. 24 Stunden vor dem Zusammenstoß wird die Sonde ihren Impaktor in Richtung Komet starten. Mit einer Geschwindigkeit von 38 000 Stundenkilometern stoßen die beiden Körper zusammen. Erwartet wird, dass der Impaktor ein Loch von wenigen hundert Metern Größe in den Kometen reißen wird und Eis, Staub und Gas aus diesem heraus schlägt. Der Einschlag wird die Bahn des Kometen, der keine Gefahr für die Erde darstellt, kaum verändern.

In unmittelbarer Nähe wird die Beobachtungssonde Daten und Bilder des Ereignisses aufnehmen und zur Erde senden. Zusätzlich werden die großen Weltraumteleskope der NASA, Hubble; Spitzer und Chandra sowie große und kleine Teleskope auf der Erde den Einschlag und seine Auswirkungen beobachten.    

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Quelle: University of Maryland zur Startseite...



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