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Cosmos 1 startet heute
21. Juni 2005. Die Testsonde für eine neue Art der Fortbewegung im Weltraum wird heute mit Hilfe der russischen Marine von einem Unterseeboot in der Barentssee aus in den Erdorbit geschossen.


Künstlerische Darstellung des Solarsegels im Erdorbit (Quelle: Planetary Society).

Innerhalb einer Röhre an Bord des russischen Delta III U-Bootes Borisoglebsk wartet die 15 Meter lange Rakete vom Typ Wolna auf das Startsignal, das heute Abend um 21:46 Uhr erfolgen soll. Die ersten drei Stufen der ehemaligen Militärrakete werden die Pioniersonde Cosmos 1 auf eine suborbitale Bahn bringen.

Ein speziell entwickelter Motor wird dann fast vier Minuten gefeuert werden, um Cosmos 1 endgültig in die geplante Position in etwa 800 Kilometern Höhe zu bringen.

Das Ziel von Cosmos 1 ist die Demonstration, dass reines Sonnenlicht ein Raumschiff antreiben kann, ohne große Antriebsraketen und chemische Treibstoffe auf langen Weltraumreisen mitführen zu müssen.

The Planetary Society ist für das private Projekt zuständig, dessen Finanzmittel hauptsächlich von den Mitgliedern der Gesellschaft, Privatleuten und dem Medienunternehmen Cosmos Studios, dass sich auf wissenschaftliche Inhalte konzentriert, bereitgestellt wurden.

In den vier Jahren bis zu seiner Fertigstellung hat die Sonde so manche Hürde nehmen müssen.. Gebaut wurde Cosmos 1 von NPO Lavochkin in der Nähe von Moskau, wo es auch die meiste Zeit blieb.

Ein Testflug einer kleineren Version des Sonnensegelsystems schlug im Jahr 2001 wegen Problemen mit der Wolna Rakete fehl. Die folgende Untersuchung dauerte mehr als ein Jahr. Verspätete Lieferungen von Komponenten führten zu weiteren Verzögerungen des Starts von Cosmos 1.

Projektdirektor Louis Friedman berichtete aus Russland, dass alle Vorbereitungen wie geplant abgeschlossen seien. Tests die in der Marinebasis in Severmorsk im äußersten Norden Russlands durchgeführt wurden, förderten keine Probleme zutage. Dort wurden auch die Batterien der Sonde aufgeladen und die pyrotechnischen Geräte angebracht, die für die Mission benötigt werden.

Die Mission ist die erste, bei der eine Wolna Rakete auf eine Umlaufbahn gelangen soll. Frühere zivile Starts brachten ihre Nutzlasten auf suborbitale Bahnen, die nach tausenden von Kilometern wieder auf die Erde trafen.

Dauerhaft besetzte Bodenstationen in Russland und der Tschechischen Republik könnten bereits nach 100 Minuten im Orbit von der Sonde hören, der erste wirklich geeignete Überflug ereignet sich aber erst nach etwa 8 Stunden.

Die Entfaltung der Solarsegel wird nicht vor Sonntag in Angriff genommen, um der russischen Bodenkontrolle Zeit zu geben, den Zustand der Sonde im All zu testen. Voll entfaltet werden die Sonnensegel einen Durchmesser von 30 Metern erreichen.    

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Quelle: Spaceflightnow zur Startseite...



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Tipp: Schwebeglobus




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