Startseite Service Partner Sponsoren Impressum Kontakt

Asteroiden & Kometen
Übersicht
Service
Newsletter bestellen
Artikel kommentieren
Artikel empfehlen






Rosetta beobachtet Deep Impact
21. Juni 2005. Die ESA Sonde Rosetta befindet sich auf dem Weg zum Kometen 69P/Tschurjumow-Gerasimenko, wird sich aber gleichzeitig an einer der größten astronomischen Beobachtungskampagnen überhaupt beteiligen: den Ereignissen rund im den Einschlag des „Impaktor“ genannten Projektils von Deep Impact.


Künstlerische Darstellung der Sonde Rosetta Vergrößerung (433k)(Quelle: ESA).

Rosetta wird den Kometen 9P/Tempel 1 vom 29. Juni bis zum 14. Juli 2005 beobachten. Deep Impact ist eine NASA Mission, die ein 370 Kilogramm schweres Geschoss in den Weg des Kometen lenken soll um nach der Kollision sein inneres zu untersuchen. Tempel 1 ist ein Komet mit einer kurzen Periode, dessen Umlaufbahn sich zwischen denen von Mars und Jupiter befindet. Das wissenschaftliche Interesse konzentriert sich auf die Zusammensetzung des Kometen, die seit der Entstehung des Sonnensystems weitgehend unverändert geblieben ist und deshalb Hinweise auf dessen Entstehung liefern kann.

Rosetta wird mit seiner Suite aus Instrumenten die für die Beobachtung von Kometen gebaut wurden den Kometen Tempel 1 vor, während und nach der Kollision beobachten. Aus einer Entfernung von etwa 80 Millionen Kilometern und 90 Grad von der Sonne entfernt, befindet sich Rosetta neben Deep Impact in der besten Position, um die Ereignisse aus dem All zu beobachten.

Die Beobachtungsbedingungen sind besonders für zwei der Instrumente an Bord von Rosetta geeignet: das Mikrowellenspektrometer MIRO und VIRTIS für die Spektrometrie im Bereich des infraroten und sichtbaren Lichts. MIRO wird sich auf die chemische Zusammensetzung und die Temperaturen des Gases konzentrieren. VIRTIS wird Wärmeemissionen des Kometen messen, indem es die Zusammensetzung des durch die Kollision freigesetzten Staubes misst und so mineralogische Informationen liefern.

Zusätzlich hat Rosetta mit ALICE das beste verfügbare Instrument für den ultravioletten Bereich an Bord. Auch ALICE wird die chemische Zusammensetzung des Gases nach der Kollision bestimmen.

OSIRIS ist eine Kamera, die Bilder vom Kern des Kometen liefern soll. Wissenschaftler erhoffen sich zudem dreidimensionale Bilder der Staubwolke um den Kometen, indem sie OSIRIS Bilder mit Bildern von erdgestützten Observatorien kombinieren.

Rosetta’s Beobachtungen werden die Beobachtungen von Deep Impact, Observatorien und Weltraumteleskopen ergänzen. Vor dem Einschlag des Impaktors wir Rosetta die Gelegenheit haben, drei volle Rotation des Kometen um die eigene Achse zu beobachten. Dadurch können die Variationen des Kometen während der Rotation bestimmt werden und die Beobachtungen während und nach der Kollision vorbereitet werden.

Rosetta wird den Kometen ununterbrochen beobachten. In der Anfangsphase werden nur langsame Veränderungen erwartet, so dass Rosetta bestimmte Bereiche der Koma des Kometen genauer untersuchen wird.

Etwa 15 Minuten vor der Kollision wird Rosetta den Beobachtungsmodus auf schnelle Veränderungen einstellen, die durch den Einschlag erwartet werden. Eine halbe Stunde nach der Kollision wird wieder in den langfristigen Veränderungsmodus geschaltet.

Die Instrumente der Sonde werden die Zusammensetzung des Kraters und des herausgeschleuderten Materials messen – eine Wolke aus Gas und Staub, die etwa zehn Stunden nach der Kollision ihre größte Ausdehnung erreichen sollte. Rosetta wird außerdem nach Veränderungen der natürlichen Ausgasungen des Kometen suchen, um etwaige Veränderungen durch den Einschlag zu entdecken.

Durch die Beobachtungen könnte Rosetta helfen, eventuelle Veränderungen der Aktivität durch die Kollision zu bestimmen.    

Leserkommentare zu diesem Artikel
tägliche Raumfahrt News mit zusätzlichen Linktipps und Hintergrundinformationen direkt in Ihre MailboxNewsletter jetzt bestellen
Quelle: ESA zur Startseite...



Verwandte Artikel
Deep Impact sichtet Ziel...(28. Apr 2005)
Rosettas erstes Vorbeischwungmanöver an der Erde...(06. Mar 2005)

Tipp: Schwebeglobus




Copyright 2004-2005 Raumfahrt24.de Portal für Raumfahrt, Astronomie & Weltraumtourismus Herausgeber: Ingo Froeschmann