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Problemlose Entfaltung der zweiten Mars Express Antenne
17. Juni 2005. Der zweite der 20 Meter langen Antennenausleger des Instrumentes MARSI an Bord von Mars Express wurde erfolgreich – und problemlos – ausgefahren. Das wurde gestern vom Bodenteam des Weltraumkontrollzentrums bestätigt.


Künstlerische Darstellung der Entfaltung der zweiten MARSIS Antenne.Vergrößerung (106k) (Quelle: ESA).

Der Befehl zur Entfaltung der Antenne wurde bereits am 14. Juni zum Mars gesendet.

Kurz vor dem Beginn der Entfaltung wurde Mars Express in eine langsame 30-minütige Rotation versetzt. Durch diese Rotation wurden alle Gelenke der Antenne von der Sonne erwärmt.

Kurz darauf richtete ein automatisches Manöver das Raumschiff zur Sonne aus, um die Batterien aufzuladen und die Gelenke weiter zu erwärmen.

Eine erstes positives Zeichen erreichte die Bodenkontrolle am Nachmittag des 14. Juni, als es Mars Express gelang, sich korrekt zur Erde hin auszurichten und Daten zu übertragen.

Die in den folgenden Stunden empfangenen Daten deckten sich mit Modellberechnungen einer Sonde mit zwei komplett ausgefahrenen Antennen. Es wurden keine Schwingungen der Sonde festgestellt, die ihr eventuell gefährlich werden könnten.

Eine Testreihe in den folgenden 48 Stunden bestätigte, dass sämtliche Elemente des Auslegers erfolgreich eingerastet waren und es keine negativen Auswirkungen auf das Raumschiff gegeben hat.

Mit zwei ausgefahrenen MARSIS Antennen ist Mars Express nun prinzipiell in der Lage, unter die Marsoberfläche zu „sehen“ sowie die Ionosphäre zu untersuchen. Die dritte, sieben Meter lange Monopolantenne, wird senkrecht zu den beiden anderen Antennen ausgefahren werden. Sie dient der Korrektur von Effekten, die Oberflächenunebenheiten auf die von MARSIS ausgesandten und empfangenen Radiowellen ausüben.

Die Entfaltung der dritten Antenne wird aufgrund ihrer Ausrichtung und Kürze als nicht kritisch eingestuft und wird heute durchgeführt, gefolgt von weiteren Tests in den nächsten Tagen.

Das Radargerät wird für die Suche nach weiteren Wasservorkommen auf dem Mars eingesetzt werden. Nachts wird es unter der Oberfläche des Planeten nach Wasser suchen, tagsüber wird die Struktur der Ionosphäre untersucht. „Nach den vorangegangenen Schwierigkeiten mit MARIS ist das ein großer Erfolg. Die Ergebnisse zeigen die Stärke der Zusammenarbeit zwischen ESA, europäischer Industrie und Partnern der Wissenschaft in Europa und anderswo,“ sagte ESA Direktor Jean-Jacques Dordain.    

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Quelle: ESA zur Startseite...



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Tipp: Schwebeglobus




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