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Erde entstand aus geschmolzenen Asteroiden
16. Juni 2005. Wichtige neue Forschungsergebnisse über die Entstehung der Erde aus geschmolzenen Asteroiden erschienen am 16. Juni in der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Nature.


Falschfarbenaufnahme des Asteroiden 951 Gaspra, aufgenommen durch die Sonde Galileo.Vergrößerung (33k) (Quelle: NASA).

Die Autoren der Studie sind Dr. Richard Greenwood und Dr. Ian Franchi vom Planetary and Space Sciences Research Institute der Open University in Milton Keynes, England.

“Die Forschungsergebnisse sind wichtig, da sie demonstrieren, wie Prozesse und Ereignisse in der Frühphase des Sonnensystems die heutige Zusammensetzung der Erde beeinflusst haben,” sagte Dr. Greenwood.

Sofort nach der Entstehung des Sonnensystems vor 4,5 Milliarden Jahren entstanden kleine planetarische Körper, auf denen Schmelzvorgänge vulkanisches Gestein erzeugten. Die Forscher der Open University untersuchten Meteoriten um zu sehen, welchen Beitrag Asteroiden zur Entstehung der Erde geliefert haben.

In ihrem Bericht „Widespread magma oceans on asteroidal bodies in the early Solar System (etwa: Magmaozeane auf asteroidenähnlichen Körpern im frühen Sonnensystem weit verbreitet) zeigen Greenwood und Franchi, dass einige Asteroiden größere, tief reichende Magmaozeane aufwiesen. Solche geschmolzenen Asteroiden hätten eine Schichtstruktur ausgebildet, bei denen sich leichtere Gesteine an der Oberfläche und dichtere Gesteinsmassen im inneren des Asteroiden bildeten. Da große Körper wie die Erde durch die Kollision mit vielen Asteroiden wuchsen, werfen die Forschungsergebnisse auch Licht auf die Entstehung der Erde.

Die Forscher belegen, dass in der chaotischen und an Einschlägen reichen Frühphase des Sonnensystems große Mengen der äußeren Schichten der einschlagenden Asteroiden entfernt wurden, bevor die Asteroiden Teil der Erde wurden. Dieser Prozess liefert eine bessere Erklärung für die Zusammensetzung des Erde, im Gegensatz zu früheren Theorien, die einen hohen Anteil an leichten Elementen im Erdkern postulierten. Die beiden Wissenschaftler können auch auf astronomische Beobachtungen verweisen die belegen, dass diese Prozesse auch in anderen Planetensystemen wie dem um den Stern Beta Pictoris wichtig sind.      

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Quelle: Open University zur Startseite...



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