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Großer Bruder der Erde entdeckt
13. Juni 2005. Astronomen haben heute die Entdeckung des bisher kleinsten bekannten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems bekannt gegeben. Der Planet hat das siebeneinhalbfache Gewicht der Erde und etwa den doppelten Durchmesser. Der neue extrasolare Planet könnte die erste aus Gestein bestehende Welt sein, die einen Stern ähnlich unserer Sonne umkreist.


Künstlerische Darstellung des neu entdeckten Planeten um Gliese 876, dargestellt als heiße, felsige, geologisch aktive Welt, die das dunkelrote Licht seines nahen Sterns reflektiert Vergrößerung (20k) (Quelle: Trent Schindler, National Science Foundation)).

„Das ist der kleinste extrasolare Planet des bisher gefunden wurde und stellt eine neue Klasse von erdähnlichen Planeten dar,“ sagte Paul Butler vom Carnegie Institute of Washington. „Es ist, als hätten wir einen großen Bruder der Erde gefunden.“

Derzeit sind den Wissenschaftlern etwa 150 extrasolare Planeten bekannt, und die Zahl steigt kontinuierlich an, die meisten der entfernten Welten sind jedoch riesige Gasgiganten wie Jupiter. Erst vor kurzem haben die Astronomen begonnen, auch Himmelskörper mit geringerer Masse zu finden.

“Wir arbeiten ständig an der Grenze des technisch machbaren und wir nähern uns langsam der Fähigkeit, auch Planeten von der Größe der Erde zu entdecken,“ sagte Steven Vogt von der University of California..

Der neue Stern umkreist den Stern Gliese 876, einen Zwergstern im Sternbild Wassermann in 15 Lichtjahren Entfernung. Die „Super-Erde“ ist dort nicht allein. Zwei weitere Planeten – beide von der Größe des Jupiter – befinden sich in diesem System. Der dritte Planet wurde durch eine winzige Bewegung (wobble) entdeckt, die dieser bei seinem Zentralstern bewirkt.

Aus der Bewegung leiten die Wissenschaftler eine minimale Masse des Planeten von 5,9 Erdmassen ab. Der Planet umkreist seinen Stern in nur 1,94 Tagen, was bedeutet, dass der Planet nur etwa 3 Millionen Kilometer vom Stern entfernt ist. Das entspricht etwa zwei Prozent der Entfernung Sonne-Erde.

Aufgrund der Nähe zum Stern berechneten die Astronomen eine Oberflächentemperatur von 200 bis 400 Grad Celsius. Das ist höchstwahrscheinlich zu heiß für das Vorhandensein von größeren Gasmengen. Der Planet müsste also aus Gestein bestehen.

„Die Masse des Planeten könnte mit Leichtigkeit eine Atmosphäre halten,“ sagte Gregory Laughlin von der University of California. „Der Planet hat wahrscheinlich einen Kern aus Eisen und einen Mantel aus Silizium. Es könnte sogar eine Schicht aus dichtem, dampfendem Wasser geben.“

Ein Bericht über die Ergebnisse der Forschung wurde The Astrophysical Journal zur Veröffentlichung übergeben.    

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Quelle: Space.com zur Startseite...



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