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Bereit für eine Mahlzeit auf dem Mars?
13. Juni 2005. ‚Marsianisches Brot und Marmelade aus grünen Tomaten', ‚Spirulina-Gnocchi' und ‚Mille-feuille von Kartoffeln und Tomaten' sind drei köstliche Rezepte, die zwei französische Firmen für die ESA und zukünftige Forschungsreisende zum Mars und zu anderen Planeten kreiert haben.


Astronauten und Kosmonauten drei verschiedener Missionen essen gemeinsam im Service Modul Svesda der Internationalen Raumstation, 15 August 2001. Scott J. Horowitz öffent eine Dose während er unter der Decke schwebt.Die anderen sind von links Susan J. Helms, Frank L. Culbertson, Yury V. Usachev, James S. Voss, und Vladimir N. Dezhurov. (Quelle: ESA).

Die Herausforderung für die Küchenchefs bestand darin, den Astronauten geschmacklich gutes Essen zu bieten, das aus nur wenigen und noch dazu auf dem Mars anbaubaren Zutaten hergestellt werden kann. Das Ergebnis sind elf schmackhafte Rezepte, die bei zukünftigen ESA-Langzeitmissionen zum Einsatz kommen könnten. ADF - Alain Ducasse Formation und GEM sind die beiden französischen Firmen, die die Rezepte geschaffen haben. Ihre Erfahrungen in den Bereichen der Neuschaffung von Produkten sowie der ‚haute cuisine' ergänzten sich wechselseitig und führten so zu exzellenten Ergebnissen.

Die Gerichte basieren alle auf neun Hauptzutaten, die nach ESA-Vorstellung in Gewächshäusern zukünftiger Kolonien auf dem Mars oder anderen Planeten aufgezogen werden könnten. Diese neun müssen mindestens 40 % des fertigen Rezeptes ausmachen, während die übrigen (bis zu) 60 % der Zutaten, wie weiteres Gemüse, Kräuter, Öl, Butter, Salz, Pfeffer, Zucker und andere Gewürze, von der Erde mitgebracht werden könnten.

"Wir streben zu Beginn an, 40 % der Astronautennahrung für Langzeitweltraumexpeditionen, zum Beispiel zum Mars, vor Ort zu produzieren", sagt Christophe Lasseur, ESA-Koordinator für biologische Lebenserhaltung, verantwortlich für die Wiederverwertung und Herstellung von Luft, Wasser und Nahrung bei Langzeitraumfahrtmissionen.

"Warum 40 %? Wenn eine ausreichende Menge an Pflanzen angebaut wird, um etwa 40 % des Nahrungsbedarfs selbst herzustellen, erhält man sozusagen als kostenloses Nebenprodukt die zum Leben erforderlichen Mengen an Sauerstoff und Wasser", erklärt Lasseur.

Die neun Basisbestandteile, die Lasseur auf anderen Planeten anzubauen plant, sind: Reis, Zwiebeln, Tomaten, Soja, Kartoffeln, Kopfsalat, Spinat, Weizen und Spirulina - alles, bis auf letztere, herkömmliche Zutaten. Spirulina ist eine blaugrüne Alge, eine sehr reichhaltige Nahrungsquelle mit viel Protein (65 % ihres Gewichts), Kalzium, Kohlehydraten, Lipiden und verschiedenen Vitaminen, die den Energiebedarf für den Aufenthalt in extremen Umgebungen weitgehend abdecken.

Heute wird die gesamte Nahrung für Astronauten von der Erde mitgebracht, aber dies wird bei längeren Missionen nicht möglich sein. Obwohl noch in der Planungsphase befindlich, hat die ESA bereits Forschungen begonnen, um herauszufinden, was auf anderen Planeten angebaut werden könnte - und wie ein selbsttragendes Ökosystem auf dem Mars aussehen könnte.

"Neben der Tatsache, gesund zu sein und die zum Überleben erforderlichen Nährstoffe zu bieten, könnte gutes Essen eine psychologische Stütze für die Mannschaft darstellen, die für mehrere Jahre nicht zur Erde zurückkehrt", betont Lasseur.

ADF-Küchenchef Armand Arnal fügt hinzu: "Die eigentliche Herausforderung lag darin, eine breite Palette von Rezepten zu schaffen, die charakteristisch und schmackhaft sind, obwohl nur neun Basisprodukte zur Verfügung standen. Außerdem durften wir Salz nur in sehr eingeschränktem Maße einsetzen, aber es war erlaubt, etwas Zucker und Fett hinzuzufügen, Zutaten, die notwendig sind, um ein Gericht zu verfeinern und seine Aromen hervorzuheben."

"Durch die intensive Arbeit an den Rezepten gelang es uns schließlich, gesunde, geschmacklich gute und frische Gerichte zu kreieren, womit wir eine große Herausforderung bestanden haben."    

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Quelle: ESA zur Startseite...



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Tipp: Schwebeglobus




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