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SMART-1 entdeckt Kalzium auf dem Mond
09. Juni 2005. Dank der Messungen des Röntgenspektrometers D-CIXS konnte die ESA Sonde SMART erstmals zweifelsfrei aus dem Mondorbit Kalzium auf der Oberfläche nachweisen.


Vergrößerung (1,2MB) (Quelle: ESA).

SMART-1 befindet sich derzeit noch in der Test- und Kalibrierungsphase seiner Instrumente und befindet sich auf einem Beobachtungsorbit, der die Sonde bis auf 450 Kilometer an unseren Trabanten heranführt. Während der Kalibrierungsphase, die vor der eigentlichen wissenschaftlichen Phase durchgeführt wird, machen sich die Wissenschaftler mit der Handhabung ihrer Geräte in der relativ warmen Umgebung des Mondorbits vertraut.

Obwohl sich D-CIXS noch in der Testphase befand, sandte es bereits Daten von hoher Qualität zu Erde. D-CIXS hat die Aufgabe, die Zusammensetzung der Mondoberfläche zu erkunden, indem es beobachtet, wie diese im Röntgenbereich leuchtet, wenn sie von der Sonne angestrahlt wird. Verschiedene chemische Elemente haben jedes ihren eigenen Fingerabdruck, jedes Element leuchtet auf eine bestimmte Art und Weise.

Am 15. Januar 2005 ereignete sich eine Sonneneruption, die das Sonnensystem und auch den Mond mit Strahlung bombardierte. „Die Sonne war nett zu uns,“ sagte Professor Manuel Grande vom Rutherford Appleton Laboratory und Instrumentleiter für D-CIXS. „Die Eruption verursachte einen Anstieg von Röntgenstrahlung, just als wir zum ersten Mal die Mondoberfläche beobachteten.“

Die Mondoberfläche reagiert auf einfallende Strahlung, indem sie in verschiedenen Wellenlängen des Röntgenlichts leuchtet. Dieser Umstand ermöglichte es D-CIXS die Vorkommen verschiedener chemischer Elemente im Mare Crisium zu unterscheiden – unter anderem Kalzium, Aluminium, Silizium und Eisen. „Es ist das erste Mal, dass Kalzium durch ein Ferninstrument zweifelsfrei auf dem Mond nachgewiesen wurde,“ sagte Grande. „Kalzium spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Gestein auf dem Mond.“

„Noch bevor alle Instrumente von SMART-1 komplett eingerichtet sind, liefern sie schon neue Erkenntnisse über den Mond,“ sagte Projektwissenschaftler Bernard Foing. „Wenn die Instrumente vollständig eingestellt sind, sollten wir bahnbrechende Entdeckungen machen können.“

D-CIXS, eine sehr kompakte Röntgenkamera, ist eines der fortschrittlichsten Instrumente an Bord der Sonde. Sie ist in einen Würfel von nur 15 Zentimetern Kantenlänge eingebaut und wiegt weniger als fünf Kilogramm. Es ist zudem das erste Röntgenspektrometer das mit hinreichender Spaktralauflösung ausgestattet ist, um Signale verschiedener chemischer Elemente zu unterscheiden.      

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Quelle: ESA zur Startseite...



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Tipp: Schwebeglobus




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