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Methan muss kein Zeichen von Leben sein
08. Juni 2005. Zwei Forscher der Universität Dartmouth haben sich Gedanken darüber gemacht, ob das Vorkommen von Methangas auf dem Mars ein Zeichen von Leben auf dem Roten Planeten darstellt. Sie behaupten, dass das marsianische Methan ebenso leicht durch anorganische Prozesse wie durch Bakterien entstanden sein könnte.


Professor Mukul Sharma (links) und Doktorand Christopher Oze (Foto: Joseph Mehling '69)

In einem in der Online Ausgabe der Geophysical Research Letters erschienenen Artikel beschreiben Assistenzprofessor Mukul Sharma und Doktorand Chris Oze, wie Methan aus abiotischen, also nicht lebenden, Quellen hergestellt werden kann.

Wenn Wasser, das gelöstes Kohlendioxid enthält mit Olivin in Kontakt kommt, entsteht Wasserstoff, und dieser reagiert dann mit dem vorhandenen Kohlendioxid und produziert Methan. Die Autoren nehmen an, dass das Mineral Olivin in geringer Tiefe häufig vorkommt und problemlos mit Flüssigkeiten reagieren könne, die sich etwas unterhalb der Marsoberfläche befinden.

„Auf der Erde wird Methan hauptsächlich durch Bakterien erzeugt. Es wurde bereits als Indikator für Leben auf anderen Planeten in Betracht gezogen,“ erklärte Sharma. „Wir zeigen in unserer Arbeit jedoch, dass das Mineral Olivin in der Gegenwart von Wasser und Kohlendioxid so verändert werden, das Methan produziert wird. Das ist relativ einfach, und da sind keine Bakterien im Spiel. Sollte es tatsächlich Leben auf dem Mars geben, würde ich gerne einen besseren Beweis als nur Methan sehen.“

Die Veröffentlichung liefert zusätzlich eine plausible Erklärung für eine wärmere und feuchtere Vergangenheit des Mars, über die die Wissenschaftler rätseln, nachdem die Marsrover in letzter Zeit häufiger Hinweise auf fließendes Wasser auf dem Mars geliefert hatten.

Es ist jedoch unmöglich, die Oberfläche des Planeten allein durch die Einwirkung des Treibhausgases Kohlendioxid auf Temperaturen über dem Gefrierpunkt zu erwärmen. Die Autoren vermuten, dass die abiotische Produktion von Methan anhand des veränderten Olivins aufgrund von starken Wärmezirkulationen an der Oberfläche sehr effizient gewesen ist.

Ein hoher Anteil an Methan, einem sehr effektives Treibhausgas, könnte also ein Klima verursacht haben, das für flüssiges Wasser auf dem Mars warm genug gewesen sein könnte.    

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Quelle: NASA zur Startseite...



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