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Die Marsmission Phoenix
03. Juni 2005. Die NASA hat grünes Licht für die Fortführung eines weiteren Projektes mit dem Ziel Mars gegeben. Diesmal soll ein stationäres Landegefährt mit ausfahrbarem Instrumentenarm im hohen Norden des Roten Planeten landen und nach Zeichen von gegenwärtigem oder vergangenem Leben suchen.


Künstlerische Darstellung des Landers Phoenix Vergrößerung (2,5MB) (Quelle: NASA).

Die gestrige Bekanntgabe bereitet den Weg für einen Start der Phoenix Mission im August 2007. Die Mission ist die erste, die 2003 unter dem Mars Scout Program der NASA ausgewählt wurde. Scouts sollen innovative und relativ günstige Missionen sein, die die Hauptmissionen des Programms zur Marserkundung ergänzen sollen.

Die Mission Phoenix erforscht unbekanntes Territorium in den nördlichen Ebenen des Mars, Gebiete, die den Permafrost Regionen der Erde entsprechen,“ sagte Missionsleiter Peter Smith von der University of Arizona. „Die Bestätigung der NASA gewährleistet, dass dieses Projekt weitergeführt werden kann und eines Tages sogar Entdeckungen machen könnte, die mit Leben auf unserem Nachbarplaneten zusammenhängen.“

Im Gegensatz zu dem Marsrover Spirit und bis vor kurzem auch Opportunity ist Phoenix ein stationäres Landegerät. Es hat einen Roboterarm der in die Eisschicht auf dem Mars eindringen kann, um Proben für die ausgefeilten Analyseinstrumente an Bord zu liefern. Insbesondere soll nach Wasser und organischen Molekülen gesucht werden. Bereits 2002 entdeckte der Orbiter Mars Odyssey Hinweise auf Eisvorkommen nicht weit unter der Oberfläche der arktischen Regionen des Mars.

Wie sein Namensgeber ersteht Phoenix aus der Asche seiner Vorgänger. Der im Jahr 2000 von der NASA Administration gestoppte Mars Surveyor wird für die Mission wiederbelebt. Und viele der Instrumente an Bord von Phoenix wurden bereits für die 1999 gescheiterte Mission des Mars Polar Lander entwickelt und gebaut.

„Die schnelle Reaktion des Phoenix-Teams auf die aktuellen Entdeckungen des Orbiters Mars Odyssey und die kostensparende Verwendung der Technologie früherer Mission ist genau die Art von Flexibilität, die das Mars Scout Program verlangt,“ sagte Doug McCuiston, Direktor des Marsforschungsprogramms der NASA.

Die Kosten der Mission belaufen sich inklusive Start auf 386 Millionen US Dollar. Entwickelt und gebaut wird die Sonde von der University of Arizona, dem Jet Propulsion Laboratory, Lockheed Martin Space Systems und der kanadischen Weltraumbehörde, die die Wetterbeobachtungsdaten für den Start liefert.

Es liegt noch viel Arbeit vor allen Beteiligten. Sämtliche Subsysteme der Sonde und der wissenschaftlichen Nutzlast müssen zusammengebaut und darauf getestet werden, ob sie den Spezifikationen entsprechen. Nicht zuletzt muss ein Landeplatz ausgewählt werden, hoffentlich mit den neuen Daten des Reconnaissance Orbiters, der im August dieses Jahres starten wird.    

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Quelle: NASA zur Startseite...



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