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Eine neue Aufgabe für White Knight
30. Mai 2005. White Knight ist der Name des Trägerflugzeuges, das in spektakulärer Art und Weise die Luftstarts von SpaceShipOne ermöglicht hatte, die schließlich zum Gewinn des X Prize führten. Nun wird White Knight umgerüstet, um einen neuen Passagier, die unbemannte X-37 Rakete der NASA, in die Luft zu heben.


White Knight und X-37 Vergrößerung (42k) (Quelle: Alan Radecki/Space.com).

Die Kombination aus White Knight und X-37 hat bereits einige Tests bestanden, unter anderem Hochgeschwindigkeitstest am Boden.

In seiner neuen Rolle wird White Knight, was übersetzt „Weißer Ritter“ bedeutet, ein von Boeing und DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) gebautes und von der NASA unterstütztes Raketenflugzeug in die obere Atmosphäre bringen. Es gibt noch keine Aussagen zum Zeitplan des Projekts, geschweige denn einen genauen Zeitpunkt des ersten Startversuchs.

X-37 ist ein unbemanntes und autonomes Fluggerät, das Aufgaben im Erdorbit ausführen und Testdaten bei Flügen um Mach 25 (entspricht einem Wiedereintritt in die Atmosphäre) sammeln soll. Sie ist ein Testgerät für verschiedene Technologien, die zukünftige Raumflüge sicherer und deutlich günstiger gestalten sollen.

Erst im vergangenen Jahr transferierte die NASA ihr X-37 Projekt zum Pentagon (DARPA). Das Approach and Landing Vehicle befindet sich seit April 2005 am Flughafen Mojave. „Die ersten Bodentests erfolgten im Mai, in Zukunft sind Flüge geplant, bei denen die Rakete zunächst mit White Knight verbunden bleibt, später sind auch Freifalltests geplant. Die Tests werden im im Laufe des Sommers durchgeführt, es gibt aber noch keine genauen Termine,“ sagte DARPA Sprecher Jan Walker.

Die Beteiligung der NASA am Projekt X-37 reicht ins Jahr 1998 zurück, als das Projekt als das erste einer Serie von Flugdemonstrationen ausgewählt wurde. Ursprünglich sollten die Kosten des Projekts, 173 Millionen US Dollar, zwischen NASA, US Air Force und Boeing aufgeteilt werden. Als die US Air Force 2001 aus dem Projekt ausstieg, verlangte die NASA einen neuen Vorschlag von Boeing, bevor weitere Gelder zur Verfügung gestellt würden.

Nach mehreren Interventionen durch den kalifornischen Kongressabgeordneten Dana Rohrabacher vergab die NASA 2002 schließlich einen 301 Millionen US Dollar teuren Vertrag über die Lieferung von zwei Raketenflugzeugen anstatt wie ursprünglich geplant nur einem. Eine der Raketen soll für Falltests in der Atmosphäre genutzt werden und der zweiten den Weg bereiten für einen Start in den Erdorbit im Jahr 2006.

Einen Rückschlag erlitt das Projekt bereits 2003, als die NASA von Boeing verlangte, es stillzulegen. Ein weitere Rückschlag erfolgte 2004, als eine Untersuchungskommission zu dem Schluss kam, dass das Projekt nicht zur neuen NASA Vision der Erforschung des Sonnensystems passe.        

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Quelle: Space.com zur Startseite...



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